Gesucht: Deutschlands familienfreundlichste Unternehmen

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, hat heute in Berlin gemeinsam mit Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt den Unternehmenswettbewerb ''Erfolgsfaktor Familie 2005'' gestartet. Ziel des Wettbewerbes ist es, Unternehmen und Betriebe auszuzeichnen, die vorbildliche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf durchführen. Die Schirmherrschaft hat Bundeskanzler Gerhard Schröder übernommen. Der Wettbewerb, der zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit durchgeführt wird, soll dazu beitragen, beispielhafte Modelle familienfreundlicher Personalpolitik bekannt zu machen und möglichst große Nachahmungseffekte zu erzielen.

15.09.2004 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

''Wenn wir Wohlstand und Wachstum in Deutschland langfristig sichern wollen, muss es unser aller Anliegen sein, familienfreundliche Strukturen zu schaffen'', erklärte Bundesministerin Renate Schmidt zum Auftakt der Bewerbungsphase. Sie hob hervor, dass Familienfreundlichkeit ein ökonomischer Faktor sei, der sich für Betriebe rechnet: ''Mit dem Wettbewerb möchten wir das Bewusstsein dafür schärfen, dass sich die Investition in Familienfreundlichkeit lohnt, auch für die Betriebe. Wenn Väter und Mütter Beruf und Familie verbinden können, hebt das die Motivation, spart Kosten für Einarbeitung und Wiedereingliederung und lässt den Krankenstand sinken. Die Prognos-Studie hat gezeigt, dass sich familienfreundliche Maßnahmen mit einer Rendite von bis zu 25 Prozent rechnen.''

''Unternehmen können eine Menge zur besseren Vereinbarkeit von Job und Familie beitragen - zumal sie in hohem Maße davon profitieren'', so der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement. ''Denn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kinderbetreuung und berufliche Tätigkeit miteinander vereinbaren können, sind an ihrem Arbeitsplatz leistungsbereiter und -fähiger. Und sie sind ihrem Unternehmen oft auch besonders verbunden.''

Dass sich Familienfreundlichkeit lohnt, hob auch Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt hervor. ''Die Unternehmen setzen immer stärker auf eine familienbewusste Personalpolitik, die die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter erhöht und dazu beiträgt, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu halten'', sagte Hundt bei der Pressekonferenz in Berlin.

Erfolgsfaktor Familie

Die Bewerbungsfrist für den Unternehmenswettbewerb ''Erfolgsfaktor Familie 2005'' läuft bis zum 15. Dezember 2004. Teilnehmen können alle Unternehmen mit Sitz in Deutschland, vom Handwerksbetrieb bis hin zum Konzern. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Möglichkeit, ihre Unternehmen für die Teilnahme am Wettbewerb vorzuschlagen. Im Frühjahr 2005 zeichnen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bundesfamilienministerin Renate Schmidt gemeinsam die Gewinner in den Kategorien ''Kleinbetriebe'', ''Mittelgroße Betriebe'' und ''Großbetriebe'' aus.

Unternehmen, die sich an dem Wettbewerb ''Erfolgsfaktor Familie 2005'' beteiligen, beantworten in einem Bewerbungsbogen Fragen zu insgesamt neun Handlungsfeldern: von Arbeitszeit bis zum Service für Familien. Die Bewerbungen werden von einem erfahrenen Auditorenteam der Beruf & Familie gGmbH bewertet, die den Wettbewerb als Kompetenzpartner unterstützt. Eine Jury aus prominenten Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Gewerkschaft - darunter der DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun, der DGB-Vorsitzende Michael Sommer und die Leiterin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Prof. Dr. Jutta Allmendinger - ermittelt in einer letzten Runde die Gewinner in den einzelnen Kategorien. Die Sieger erhalten je 10.000 Euro. Besonders engagierte und zukunftsweisende familienfreundliche Modelle werden mit einem ''Innovationspreis'' ausgezeichnet.

''Allianz für die Familie''

Die Bundesregierung setzt im Rahmen ihrer nachhaltigen Familienpolitik einen deutlichen Akzent für eine familienfreundliche Unternehmenspolitik. Um ein familienfreundliches Klima in den deutschen Unternehmen gezielt zu fördern, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Sommer 2003 gemeinsam mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft und den Gewerkschaften die ''Allianz für die Familie'' ins Leben gerufen. Unter ihrem Dach sind Projekte und innovationsfördernde Kooperationen gebündelt. Partner aus Wirtschaft, Verbänden und Politik setzen sich öffentlich und beispielhaft für eine Unternehmenskultur und Arbeitswelt ein, die allen Beteiligten Gewinn bringt. Projekte der ''Allianz für die Familie'' sind unter anderem die ''Lokale Bündnisse für Familie'' und der Unternehmenswettbewerb ''Erfolgsfaktor Familie 2005''.

Weitere Informationen zur Bewerbung und zu den Teilnahmebedingungen finden Sie im Internet unter www.erfolgsfaktor-familie.de oder über das Servicetelefon 0180/190 70 50, Montag bis Donnerstag von 7.00 bis 19.00 Uhr. Anrufe aus dem Festnetz: 9-18 Uhr 4,6 Cent, sonst 2,5 Cent pro angefangene Minute, Mail: .


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