Gewerkschaften weiten Warnstreiks aus
Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen in der vergangenen Woche und einen Tag vor Beginn der fünften Verhandlungsrunde am 06./07. März haben die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes am Mittwoch die Warnstreiks in Rheinland-Pfalz ausgeweitet Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat erneut die Erzieherinnen und Erzieher zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Landesweit beteiligten sich noch mehr Beschäftigte aus kommunalen Kindertagesstätten als bei dem ersten Warnstreik am 20.02.2008, mit der Folge, dass wiederum viele Einrichtungen geschlossen waren oder lediglich Notdienste angeboten wurden.
05.03.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung GEW Rheinland-PfalzDie GEW hatte die Kita-Beschäftigten zur Teilnahme an fünf der landesweit insgesamt 10 Streikkundgebungen aufgerufen. So befolgten in Mainz rund 350 Erzieherinnen und Erzieher den Aufruf der GEW und demonstrierten auf dem Rathausplatz gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen, die dem Streikaufruf der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gefolgt waren. In Koblenz auf dem Jesuitenplatz beteiligten sich nach Angaben der GEW etwa 250 Erzieherinnen und Erzieher, in Trier auf dem Kornmarkt ca. 100, in Kaiserslautern auf dem Schillerplatz 250 und weitere 100 Erzieherinnen und Erzieher vor dem Rathaus in Ludwigshafen.
"Die Beschäftigten stehen hinter den Forderungen der Gewerkschaften auf Erhöhung des Entgelts um acht Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr, und zwar ohne Kompensation in Form einer Arbeitszeiterhöhung", machte der GEWLandesvorsitzende Tilman Boehlkau deutlich. "Das ist das deutliche Signal aus den Betrieben, Einrichtungen und Verwaltungen, das die Beschäftigten heute in Richtung der Arbeitgeber gesandt haben."
Boehlkau verwies darauf, dass die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes in den letzten Tagen und Wochen eine Eintrittswelle von Neumitgliedern verzeichnen konnten. Dies zeige, dass immer mehr Beschäftigte die Forderungen der Gewerkschaften unterstützen und dies durch ihre Teilnahme an Warnstreiks den Arbeitgebern auch deutlich machen wollen. Boehlkau forderte die Arbeitgeber auf, einen Kompromiss am Verhandlungstisch zu suchen und endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Wenn sich die Haltung der Arbeitgeber nicht ändere, seien bundesweite Erzwingungsstreiks im öffentlichen Dienst wohl nicht zu vermeiden.
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