Gleiche Bildungschancen für die Kinder beruflich Reisender

"Das Recht auf Bildung und auf gleiche Bildungschancen gilt für jedes Kind, ganz gleich, unter welchen Umständen es lebt und aufwächst." Darauf hat der Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium Hartmut Saager anlässlich der Eröffnung der Schaustellermesse "Interschau" in Hannover hingewiesen. Schulen und Schulverwaltungen seien aufgefordert, für die schulische Bildung von Kindern aus Familien beruflich Reisender Rahmenbedingungen zu schaffen, die ihrer Lebens- und Lernsituation Rechnung tragen.

21.01.2006 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Während der Reisesaison müssen manche Kinder oft jede Woche eine andere Schule besuchen. Bis zu 30 oder 40 Schulen es in einem Jahr werden, mehr als 300 Schulen in einem Schülerleben", erinnerte der Staatssekretär. Die pädagogischen und organisatorischen Probleme, die sich aus dem ständigen Wechsel von Lehrerinnen und Lehrern, neuen Klassenkameraden, neuen Unterrichtsthemen und Unterrichtsmethoden ergäben, würden zeitgleich mit der Interschau auf einer Länderkonferenz von den KMK-Fachreferenten in Hannover diskutiert. "Die enge Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern ist gerade in diesem Bereich von besonderer Bedeutung, denn die Kinder und ihre Familien reisen über die Ländergrenzen hinweg", betonte Saager.

"Wir Niedersachsen freuen uns, wieder Gastgeber für die Interschau und die KMK-Jahreskonferenz sein zu dürfen", so Saager, der auf bereits erzielte gemeinsame Absprachen der Fachreferenten aus den Bundesländern hinwies. Inzwischen bundesweit gültige sei ein einheitliches Schultagebuch, das auf einem Netz so genannter Stammschulen und Stützpunktschulen basiere. Wie in Niedersachsen seien auch in anderen Bundesländern mobile Bereichlehrkräfte eingesetzt, die Informations- und Beratungsaufgaben gegenüber Eltern und Schulen wahrnähmen.

Saager warb um Verständnis für die besonderen Lebensbedingungen beruflich Reisender und ihrer Kinder. "Gerade diese Kinder zeichnen sich oft durch große Selbständigkeit, eine hohe Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, durch Flexibilität und durch besondere Hilfsbereitschaft aus. Das kann für die Schulen durchaus ein Gewinn sein", betonte der Staatssekretär abschließend.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden