HIS-Studie des DSW zur Internationalisierung des Studiums vorgestellt

"Deutschland gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs um die besten Köpfe", erklärte Bundesbildungs- und -forschungsministerin Edelgard Bulmahn am (heutigen) Mittwoch in Berlin anlässlich der Vorstellung einer Studie des Deutschen Studentenwerkes zur Internationalisierung des Studiums. Während in Deutschland bis Ende der 90er Jahre viele junge Wissenschaftler ins Ausland abgewandert seien, gebe es seit einigen Jahren eine deutliche Trendwende. "Wichtige Reformen wie das moderne Dienstrecht und die Einführung der Juniorprofessur haben dazu geführt, dass Deutschland ein attraktiver Studien- und Forschungsstandort für ausländische Wissenschaftler geworden ist", so Bulmahn. Es sei darüber hinaus gelungen, viele deutsche Nachwuchswissenschaftler aus dem Ausland zurück zu gewinnen.

01.06.2005 Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

Auch bei der Internationalisierung des Studiums habe Deutschland "weltweit die Nase vorn", so Bulmahn. Mit mehr als zehn Prozent ausländischer Studierender (gemessen an der Zahl der Studierenden) übertreffe. Deutschland die USA mit knapp vier Prozent bei weitem und ist damit genauso attraktiv wie Großbritannien.

Gleichzeitig waren noch nie so viele deutsche Studierende an ausländischen Universitäten und Forschungseinrichtungen. 15 Prozent aller deutschen Studierenden gehen im Verlauf ihres Studiums für eine Zeit ins Ausland.

"Deutsche Studentinnen und Studenten sind wesentlich mobiler als ihre Kommilitonen in Großbritannien, Australien oder den USA", so Bulmahn. Die Bundesministerin führt diese "erfreuliche Entwicklung" vor allem auch auf die große BAföG-Reform der rot-grünen Bundesregierung zurück. Früher seien Studierende quasi bestraft worden, weil ihr Auslandsaufenthalt nicht auf die maximale Dauer der BAföG Förderung angerechnet worden sei. Heute könne das BAföG nach einer Startphase im Inland auch ins Ausland mitgenommen werden. Fast jeder vierte Studierende im Ausland sei BAföG-Empfänger.

"Die Mobilität deutscher Studierender kann sich weltweit sehen lassen, ebenso die gestiegene Zahl ausländischer Studierender in Deutschland," erklärte Bulmahn abschließend. Ebenso erfreulich sei, dass Deutschland inzwischen Nachwuchs- und Spitzenforscher aus der ganzen Welt anlocke. Die jüngste OECD-Studie zählt Deutschland inzwischen zu den Gewinnern des weltweiten Wettbewerbs um die besten Köpfe. Allein bei den neu geschaffenen Juniorprofessuren seien 15 Prozent mit Jungforschern aus dem Ausland und deutschen Rückkehrern besetzt worden. Bulmahn: "Wir können in Deutschland mittlerweile selbstbewusst von einem erfolgreichen brain gain sprechen. Diesen Weg werden wir entschieden weiterverfolgen, denn er ist unabdingbar für die internationale Konkurrenzfähigkeit unseres Landes."

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