Identitätsnummer für Schüler?

"Der VBE begrüßt, dass die Kultusministerkonferenz bei ihren Überlegungen, künftig jeden Schüler und jede Schülerin mit einer eigenen Identitätsnummer auszustatten, offensichtlich Besonnenheit zeigt", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW) anlässlich der heutigen Sitzung der Kultusministerkonferenz. "Das Thema ist zu ernst für Aktionismus."

20.10.2006 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

In der von der Kultusministerkonferenz angekündigten Expertenrunde wird sich sicher zeigen, ob es Möglichkeiten gibt, Daten über individuelle Bildungskarrieren zu erfassen, ohne das Recht auf informationelle Selbstbeschützung zu verletzen.

"Daten zu individuellen Bildungskarrieren sind nicht unwichtig", so Beckmann weiter. "Mit ihrer Hilfe lässt sich beispielsweise besser als bisher nachvollziehen, wie stark der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg ist. Dazu reichen die momentan von den Schulstatistiken erfassten Daten nicht aus. Es muss aber hundertprozentig geklärt sein, dass mit diesen Daten kein Missbrauch betrieben werden kann."

Der VBE hat in dieser Angelegenheit bereits in einem Schreiben vom 12.10.2006 die nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte um ihre Einschätzung gebeten.

"Wir hoffen, dass es in dieser Sache eine Regelung geben wird, die unter strenger Wahrung des Datenschutzes auch das Interesse der Wissenschaft an Daten über individuelle Bildungskarrieren befriedigen kann", so Beckmann abschließend.


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