Im Anfang war das Wort ... –
Aus Anlass ihres 150jährigen Firmenjubiläums zeigt die Langenscheidt Verlagsgruppe im Haus der Kunst "Im Anfang war das Wort ...", eine Ausstellung, die sich mit dem Thema "Wort - Sprache - Gegenwartskunst" auseinandersetzt.
04.10.2006 Pressemeldung Langenscheidt GmbH & Co. KG
Ausstellungsdauer: 21. Oktober – 03. Dezember 2006
Ausstellungsort: Haus der Kunst, Prinzregentenstr. 1, 80538 München
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 10 - 20 Uhr, Donnerstag 10 – 22 Uhr
Die von Prof. Dr. Jean-Christophe Ammann und Dr. Corinna Thierolf kuratierte Ausstellung geht am Beispiel von über 80 Exponaten der Gegenwartskunst sowie einzelner Alter Meister den Möglichkeiten von Sprache in der Kunst nach. Der leitende Gedanke dieser Ausstellung geht dabei weit über eine Präsentation nach dem traditionellen Muster "Schrift und Bild" hinaus. Vielmehr handelt es sich bei den hier gezeigten Werken um künstlerische Arbeiten, die einen Prozess der Wirklichkeitsbefragung in Gang setzen, die somit Welt erschließen.
Wort und Sprache als Schlüssel zum Verständnis der Welt und der Menschen untereinander sind auch die Kernthemen der Langenscheidt Verlagsgruppe, die seit 150 Jahren durch ihr vielseitiges Fremdsprachenprogramm zur weltweiten Kommunikation beiträgt.
Auftakt und programmatische Einführung in den großen Themenkomplex bildet die Gegenüberstellung eines "Turmbaus zu Babel" und einer "Verkündigung an Maria": Einerseits der biblische Mythos der missglückten Verständigung, der die Spaltung der Welt zur Folge hat. Andererseits das Moment des tiefen Verstehens, Glaubens und die Vision von der Einheit der Welt.
Diesen alten Darstellungen, die für Einheit und Vielfalt, Verstehen und Nicht-Verstehen und damit auch für die Bandbreite menschlicher Kommunikation stehen, folgt eine Konzentration ausgewählter Exponate von Gemälden, plastischen Arbeiten, Druckgrafiken und Videos der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Spektrum reicht von Joseph Beuys´ "Erdtelefon" bis hin zu Andy Warhols "Heaven and Hell are just one Breath away", von Douglas Gordons "From God to Nothing" bis hin zu Ben Vautiers "Au commencement était le verbe"; der Titel dieses letztgenannten Werkes war einer der Impulsgeber für den Ausstellungsnamen "Im Anfang war das Wort ...".
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