Initiative D21 befürwortet neuen Breitband-Atlas der Bundesregierung
Die Initiative D21, Europas größte Public-Private-Partnership, begrüßt die Freischaltung des neuen Internet-Breitbandportals der Bundesregierung [www.zukunft-breitband.de](http://www.zukunft-breitband.de). Das Portal wurde heute in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.
20.07.2005 Pressemeldung Initiative D21 e. V.In dem Internetauftritt ist ein Breitband-Atlas integriert, der erstmals für einen bundesweiten Überblick über die Verfügbarkeit von Breitband-Internetzugängen sorgt. Mit solchen Internet-Anschlüssen können Anwender in großer Geschwindigkeit durchs Web surfen und Daten herunterladen. "Viele Anwender sehen in DSL die einzige Breitband-Zugangstechnologie", sagte Thomas Ganswindt, Vorstandsvorsitzender der Initiative D21. Speziell in ländlichen Gebieten existiere häufig aber keine Möglichkeit für einen DSL-Anschluss. "Dabei gibt es Alternativen zu DSL, etwa TV-Kabel oder Satellit", so Ganswindt. "Darüber müssen wir stärker informieren, um den Wettbewerb zu stimulieren und um eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien für die Zukunft des Standorts Deutschland zu fördern."
Die Initiative D21 hält einen zügigen Ausbau des Breitband-Internets für dringend erforderlich. Nach Schätzungen der internationalen Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) werden Breitbandtechnologien in Industrieländern bis 2011 mit einem Drittel zum Produktivitätszuwachs beitragen. Um von diesem Wachstumsschub zu profitieren, muss die Bundesrepublik technologisch im internationalen Vergleich bestehen können. Derzeit liegt das Land mit einer Breitband-Nutzung von 18 % aller Haushalte aber weltweit nur auf Rang 22. Zum Vergleich: In Süd-Korea liegt die Abdeckung bei 76 %, in Japan bei 44 %, in den USA bei 35 %. "Wir dürfen nicht länger Chancen auslassen, die Mitbewerber auf dem Weltmarkt zielstrebig nutzen", sagte Ganswindt. "Wenn wir uns weiter mit einer unterdurchschnittlichen Breitband-Abdeckung begnügen, werden wir auch nur unterdurchschnittlich am Wachstum partizipieren." Das führe zu einer gefährlichen volkswirtschaftlichen Isolation, die in einer Abwärtsspirale münden könne.
Als erfreulich bezeichnete der Vorstandsvorsitzende der Initiative D21 die Breitband-Zuwachsraten der vergangenen Monate: Die Zahl der Breitband-Anschlüsse hat sich in Deutschland seit Jahresbeginn von rund sieben Mio. auf geschätzte 8,5 Mio. und damit um rund 20 % erhöht. Ziel sei jetzt, bis zum Jahresende die Zehn-Millionen-Marke zu knacken.
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