Innovationsminister Pinkwart: Kompetenz in Kerntechnologie und Kernsicherheitsforschung muss erhalten bleiben

Das Land Nordrhein-Westfalen plant keinen Neubau eines Forschungsreaktors. NRW-Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: "Es geht nicht darum, einen neuen Forschungsreaktor zu bauen. Aber wir wollen die vorhandene Kompetenz im Bereich der Kerntechnologie und der Kernsicherheitsforschung erhalten und ausbauen." Pinkwart betonte: "Wir haben heute die Chance, die Technologien für eine bezahlbare und umweltverträgliche Energieversorgung von morgen zu entwickeln."

26.06.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Dies bedeute, weit mehr als heute in Energieforschung zu investieren. Wie notwendig das sei, erkenne man an den steigenden Energiepreisen. Dazu gehöre aber auch, weiterhin guten wissenschaftlichen Nachwuchs auszubilden. Pinkwart weiter: "Das Forschungszentrum Jülich und die RWTH Aachen haben die Voraussetzungen, gemeinsam mit den europäischen Partnern zukünftige Kernkrafttechnologien zu erforschen und die Sicherheitsforschung auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln. Es wäre sträflich, dieses NRW-Potenzial brachliegen zu lassen."

Pinkwart: "Wir müssen einerseits unabhängiger werden vom Öl und vom Gas und andererseits unsere Energieforschung darauf richten, dass wir lernen, auf eine klimaverträgliche Art Energie zu erzeugen. Das gilt auch für den Verkehrsbereich." Aufbauend auf den Erkenntnissen, die Nordrhein-Westfalen in der Vergangenheit mit dem THT-Reaktor gewonnen habe, wolle das Land den Einstieg in die Wasserstofftechnologie erreichen. Hochtemperaturreaktoren einzusetzen sei die klimaverträglichste Möglichkeit, Wasserstoff wirtschaftlich zu erzeugen. Als Hochtechnologieland könne sich NRW die Forschung und den Know-how-Gewinn daraus nicht nehmen lassen, so Pinkwart weiter.

"Wir wollen uns in Zukunft wieder an der internationalen Forschung zur Generation-IV-Reaktoren beteiligen, wir wollen auch wieder Anträge in den einschlägigen EU-Programmen stellen", ergänzte Pinkwart. "Nur so können wir uns an der internationalen Entwicklung der Kernkraftwerkstechnologie angemessen beteiligen. Damit werden wir auch unserer globalen Verantwortung bei Sicherheit, Entsorgung und Endlagerung gerecht. Denn unser Know-how in der Sicherheitstechnologie wird von Partnern aus der ganzen Welt nachgefragt."


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