"Integrativ oder selektiv – wohin geht das Bremer Schulsystem?"

"Integrativ oder selektiv – wohin geht das Bremer Schulsystem?" - Unter diesem Motto veranstaltete am 28. März 2006 der Bremer Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ihren 3. Bremer Gesamtschultag. Teilgenommen haben über 60 Kolleginnen und Kollegen aus Bremer Schulen, vorwiegend aus Gesamtschulen.

28.03.2006 Bremen Pressemeldung GEW Bremen

Referenten waren für die GEW Harry Eisenach, Sprecher des GEW-Stadtverbandes Bremen und für die Bildungsbehörde Frau Cornelia von Ilsemann, Leiterin der Abteilung Bildung beim Senator für Bildung und Wissenschaft.

Harry Eisenach stellte für die GEW fest : "Das Bremer Schulsystem ist so selektiv und unübersichtlich wie noch nie." Kennzeichen seien die frühe Trennung der Kinder und eine stattfindende Benachteiligung von sozial Schwachen sowie Migrantenkindern in der Bildung. Zudem hat die Veränderung des Bremer Schulsystems vor zwei Jahren dieses chaotischer gemacht, indem Übergänge zwischen Schularten erschwert wurden. Das gilt für das Gymnasium, die 6-jährige Grundschule und die gymnasiale Oberstufe.

"Letztendlich gibt es zum internationalen Standard eines integrierten Systems keine wirkliche zukunftsträchtige Perspektive", bemerkte der GEW-Sprecher auch in Hinblick auf nationale und internationale Studien. Er forderte die Politik auf, integrative Pädagogik zu unterstützen, bestehende Sackgassen des jetzigen Systems zu überwinden und der sozialen Separierung in den Stadtteilen und Schulen entgegen zu wirken.

Die erfolgreiche finnische Schulphilosophie "Wir brauchen alle, alle bleiben zusammen, niemand bleibt zurück" müsse das Ziel sein, führte Harry Eisenach für die GEW aus. Dafür ist "das längere gemeinsame Lernen durch politische Beschlüsse in der Strukturfrage herbeizuführen".

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GEW Bremen

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