Interesse an Verankerung der Menschenrechte im Lehrplan

Heute hat der UN-Sonderberichterstatter Prof. Vernor Muñoz Villalobos aus Costa Rica im Rahmen seines aktuellen Deutschlandbesuchs drei bayerische Schulen besucht. Es waren die Grundschule an der Hanselmannstraße, die Hauptschule an der Schleißheimerstraße und das Integrationszentrum für Cerebralparesen (einer Gehirnschädigung) in der Garmischer Straße in München.

16.02.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider hat den Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen ein Stück auf seinem Weg begleitet. Neben München besucht der UN-Beauftragte auch Berlin und Bonn.

Prof. Muñoz hatte darum gebeten, dass er in Bayern auch Schulen besuchen könne, die einen Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund haben, sowie eine Fördereinrichtung für Kinder mitsonderpädagogischem Förderbedarf. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund an der Grundschule in der Hanselmannstraße und der Hauptschule in der Schleißheimer Straße liegt deutlich über dem Münchner Durchschnitt und weit über 50 Prozent. Die Schulleiter und Lehrkräfte unterstrichen ihre Bemühungen zu Förderung und Integration dieser Kinder. Deutlich machten sie gemeinsam mit den Vertretern des Kultusministeriums, dass die Menschenrechte bereits in der Grundschule zu den festen Bestandteilen des Lehrplanes gehören. Die Möglichkeiten des Förderzentrums und der beruflichen Schulen, Kinder mit zum Teil sehr hohem sonderpädagogischem Förderbedarf zu unterstützen, stellten ihm der Schulleiter und Lehrkräfte vor.

Zu seinem Besuch betonte der UN-Sonderberichterstatter: "Ich habe in Deutschland einen Besuch gemacht aufgrund seiner Geschichte, geografischen Lage - an der Grenze zwischen dem westlichen Teil Europas und dem östlichen - sowie aufgrund seiner Bedeutung und Führungsrolle in Europa."


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