"Jugendpolitik hat Brückenfunktion in Europa"

''Junge Menschen sind neugierig auf Europa - und müssen deshalb die Möglichkeit haben, Europa in allen Bereichen kennen zu lernen. Zum Beispiel durch freiwilliges Engagement im Ausland.'' Das sagte der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Peter Ruhenstroth-Bauer, nach der heutigen Sitzung des europäischen Jugendministerrats in Brüssel. Auf der Sitzung des EU-Jugendministerrats wurden zwei Entschließungen zu den Themen ''Freiwilliges Engagement'' und ''Mehr Wissen über die Jugend'' verabschiedet und damit die Leitlinien für eine gemeinsame Jugendpolitik vervollständigt. Damit soll es für Jugendliche aus den Ländern der Europäischen Union in Zukunft leichter sein, z.B. freiwillige soziale Dienste auch im Ausland zu leisten.

15.11.2004 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

''Es ist wichtig, dass junge Menschen quer durch die Länder der Europäischen Union die Möglichkeit haben, ihre Interessen zu verfolgen. Wir brauchen ihr Engagement und ihre Beteiligung für und innerhalb Europas - auch hier muss es leichter werden, die Grenzen zu überschreiten. Das ist wichtig für das Zusammenwachsen und für die Gestaltung der EU'', so Staatssekretär Ruhenstroth-Bauer. ''Hier ist eine Jugendpolitik wichtig, die genau das möglich macht, sie übernimmt eine Brückenfunktion in Europa. Deshalb verbessern wir die Möglichkeiten für junge Deutsche, sich im Ausland zu engagieren ebenso wie die Chancen für junge Ausländerinnen und Ausländer, sich in Deutschland zu engagieren. Diese Form des freiwilligen Engagements ist nicht nur ein Gewinn für jede Zivilgesellschaft, sondern bedeutet für viele junge Menschen den ersten Kontakt mit 'Europa'.''

Die beiden heute im EU-Jugendministerrat verabschiedeten Entschließungen sind Teil der Umsetzung für das so genannte ''Weißbuch Jugend''. Mit ihm soll die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa verbessert werden. Das ''Weißbuch Jugend wurde im November 2001 von der Europäischen Union angenommen, seine Schwerpunkte liegen in den vier Bereichen Partizipation, Information, Freiwilligendienste und ''Mehr Wissen über die Jugend''. Ziel des Weißbuches ist es unter anderem, Jugendlichen Zugang zu Arbeit und Bildung zu geben, sie stärker politisch zu beteiligen und vor sozialer Ausgrenzung zu bewahren. Im November 2003 verabschiedete der Rat bereits zwei Entschließungen zu den Schwerpunktthemen Partizipation und Information.

Die heute verabschiedeten Entschließungen formulieren zum einen Ziele für die Förderung von Freiwilligendiensten und freiwilligem Engagement durch die Mitgliedstaaten und definieren zum anderen gemeinsame Zielsetzungen für ein besseres Verständnis und eine bessere Kenntnis der Jugendlichen in den Mitgliedsländern.

Der EU-Jugendministerrat besteht aus den Jugendministerinnen und Jugendministern der mittlerweile 25 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie der EU-Kommission. Er kommt zwei Mal im Jahr zusammen und koordiniert die Leitlinien europäischer Jugendpolitik. Den Vorsitz haben zur Zeit die Niederlande.


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