Kein anderes Bundesland besitzt ein dichteres Betreuungsnetz

Anlässlich ihres Besuchs im Saarland stellte Kultusminister Jürgen Schreier Bundesbildungsministerin Bulmahn das saarländische Konzept der Freiwilligen Ganztagsschule vor. Zusammen mit dem Minister informierte sich Frau Bulmahn vor Ort, an der Schule für Lernbehinderte in Neunkirchen, dem Max-Planck-Gymnasium in Saarlouis und in der Gesamtschule Sulzbachtal in Dudweiler, ferner über den Stand der Umsetzung des "Investitionsprogramms Zukunft, Bildung und Betreuung" (IZBB). Beim Umbau von Schulen in Ganztagsschulen unterstützt der Bund das Saarland bis zum Jahr 2007 mit knapp 50 Mio. Euro.

19.07.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Was den bisherigen Mittelabfluss von IZBB-Mitteln anbetrifft, liegt das Saarland nach Angaben von Kultusminister Jürgen Schreier mit 15,40 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt (11,59 Prozent). Zwischen 2003 und 2005 wurden insgesamt 7,55 Mio. Euro von Seiten des Saarlandes abgerufen. Bislang hat das Saarland über 200 Anträge mit einem Gesamtvolumen von rd. 20 Mio. Euro aus dem IZBB-Programm bewilligt. An insgesamt 145 Schulen im Land (18 Gymnasien, 22 Erweiterte Realschulen, zehn Gesamtschulen, 85 Grundschulen zwei Waldorfschulen und acht Schulen für Behinderte) wurden bislang Baumaßnahmen gefördert.

Jürgen Schreier: "Inzwischen haben 229 von 269 Grundschulen und zehn von 15 Gesamtschulen ein Ganztagsschulangebot. Bei den Erweiterten Realschulen und den Gymnasien ist ein Versorgungsgrad von mehr als 50 Prozent erreicht. Bezogen auf alle Schulformen gibt es an 111 Standorten ein Betreuungsangebot bis 16 Uhr, das von mehr als 2.400 Schülern genutzt wird. 2.800 Schüler nutzen an 173 Schulen das Betreuungsangebot bis 14 Uhr."

Wie Kultusminister Jürgen Schreier angesichts dieser Zahlen weiter betonte, ist das saarländische Modell der Freiwilligen Ganztagsschule ein Erfolgsmodell. "Eine Nachmittagsbetreuung wird überall dort wohnortnah im Saarland angeboten, wo Bedarf besteht; flächendeckend, flexibel und wohnortnah. Das heißt konkret, dass die Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind am Nachmittag betreuen lassen oder lieber selbst betreuen und ob sie es täglich oder gelegentlich zu einem nachunterrichtlichen Angebot schicken. Kein anderes Bundesland hat ein derart dichtes Betreuungsnetz wie das Saarland."

Zusammen mit den in die Freiwillige Ganztagsschule eingebrachten Lehrerstunden betragen die jährlichen Personalkosten des Landes für die nachunterrichtlichen Bildungs- und Betreuungsangebote rd. 3 Mio. Euro.


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