"Kinderbetreuung ist unabdingbar für Vereinbarkeit von Familie und Beruf"

''Nach wie vor ist die Kinderbetreuung - vor allem für die unter Dreijährigen - das A und O für eine gelungene Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Mehr Betreuung ist eine Voraussetzung für mehr Familienfreundlichkeit im Berufsleben.'' Das sagte der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Peter Ruhenstroth-Bauer, heute bei der Auftaktveranstaltung zur Gründung des ''Lokalen Bündnisses für Familie'' im Ortenaukreis im Schwarzwald.

17.11.2004 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin von Offenburg, Edith Schreiner, die auch Kuratoriumsmitglied der bundesweitern Bündnisinitiative ist, und Vertreterinnen und Vertretern des Bündnisses stellte der Staatssekretär die konkreten Pläne des Ortenauer Bündnisses vor. An dem Bündnis beteiligen sich sowohl die beiden großen Kirchen und soziale Einrichtungen, als auch Unternehmen und die Verwaltungen der insgesamt 51 Städte und Gemeinden des Ortenaukreises.

''Familienfreundlichkeit ist wichtig, denn sie rechnet sich und wird damit zunehmend zu einem Standortfaktor für Unternehmen und Regionen. Deshalb brauchen wir die Zusammenarbeit von allen Beteiligten - und besonders die Mitarbeit der Wirtschaft - um ein familienfreundlicheres Klima zu schaffen'', so Staatssekretär Ruhenstroth-Bauer. ''Der Konflikt, Familie und Beruf zu vereinbaren, wird bislang noch zu wenig berücksichtigt - obwohl er sich bei vielen jungen Müttern und Vätern stellt. Nur, wenn es möglich ist, Beruf und Familie zu vereinbaren, werden sich junge Frauen und Männer leichter für Kinder und Familie entscheiden. Ich freue mich deshalb sehr, dass bei dem regionalen Bündnis hier im Ortenaukreis so viele und so unterschiedliche Akteure - aus der Wirtschaft, aber auch von den Kirchen, Gewerkschaften, Verbänden und der Verwaltung - zusammen gefunden haben. Ich wünsche dem Bündnis viel Erfolg.''

Das Ortenauer Bündnis versteht sich als regionales Aktionsbündnis für mehr Familienfreundlichkeit. Im Rahmen der Jugendhilfeplanung sollen bis 2006 Zukunftswerkstätten, Facharbeitsgemeinschaften und Regionalkonferenzen ermitteln, welchen Bedarf und welche Handlungsmöglichkeiten es für mehr Familienfreundlichkeit in der Region gibt. Mit der Wirtschaftsregion Offenburg/Ortenau (WRO), der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer, Sparkassen und Volksbanken des ganzen Kreises werden dabei auch Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft aktiv.

Die Bundesinitiative ''Lokale Bündnisse für Familie'' ist von Bundesministerin Renate Schmidt im Januar 2004 gegründet worden. Ziel ist es, familienfreundliche Strukturen auf lokaler Ebene mit Hilfe aller gesellschaftlichen und politischen Gruppen zu stärken, bestehende Initiativen zu vernetzen und auszubauen. Dabei geht es zum Beispiel um die Anpassung der Öffnungszeiten von Ämtern, Unternehmen und öffentlichem Nahverkehr oder um den gemeinsamen Ausbau von Kinderbetreuungsmöglichkeiten. 97 Bündnisse haben bereits ihre Arbeit aufgenommen, an rund 220 Standorten berät das Servicebüro des Bundesministeriums.

Weitere Informationen zu den Lokalen Bündnissen finden Sie im Internet unter www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de oder unter der Servicenummer 0180-52 52 212.

Links:

Weitere Informationen
Initiative Lokale Bündnisse für Familie


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden