Komusiewicz eröffnet Ausstellung im Kunstguss-Museum Lauchhammer: "Karl Friedrich Schinkel und die Ästhetik des Eisens"

Im Rahmen von Kulturland Brandenburg 2006 zum Thema "Baukultur" eröffnete Kulturstaatssekretär Dr. Johann Komusiewicz am Freitagabend im Kunstguss-Museum Lauchhammer die Ausstellung "Kunstwerke aus Schmutz gefertigt - Karl Friedrich Schinkel und die Ästhetik des Eisens".

01.09.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

"Es ist kaum bekannt, dass das Multitalent Schinkel nicht nur Baumeister war, sondern auch eine Fülle von Eisenkunst-Möbeln entwarf und sie zum Teil in Lauchhammer umsetzen ließ. Lauchhammer repräsentiert als Werkstätte des Kunstgusses und mit seinem Museum bis heute diesen Aspekt Schinkelschen Schaffens in besonderer Weise. Es ist daher ein Glücksfall, dass im Rahmen des diesjährigen Kulturlandthemas ´Baukultur´ eine Ausstellung zustande gekommen ist, die sich der Historie und der Hintergründe der deutschen Metallguss-Kunst widmet", so der Staatssekretär in seinem Grußwort.

Bereits zwei Jahrzehnte vor dem Beginn der Preußischen Gießereien - seit 1776 - wurden in Lauchhammer künstlerische Eisengussprodukte gefertigt. 1784 gelang dort erstmals der Guss einer großformatigen Statue aus Eisen. In den folgenden Jahren konnte Lauchhammer eine Monopolstellung im Bereich des Eisenkunstgusses unter den damals aufkommenden Kunstmanufakturen erreichen. Der damalige Besitzer der Gießerei, Graf von Einsiedel, ließ eine umfangreiche Modellsammlung von Gussvorlagen aus Gips anlegen.

Durch die Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und anderer Sponsoren konnte die Stiftung Kunstguss-Museum diese Sammlung historischer Modelle, die ca. 3.000 Objekte umfasst, erwerben. Für das Museum bildet die Sammlung die Basis für die weitere Erforschung der künstlerischen und industriellen Arbeit mit dem Eisen. Damit diese Sammlung ansprechend präsentiert werden kann, stellt das Kulturministerium für den Umbau der ehemaligen Bronzeschule zu einem Schaudepot 440.000 Euro aus dem "Kommunalen Kultur-Investitions-Programm" (KKIP) und damit aus dem "Fonds für Regionale Entwicklung" der Europäischen Union zur Verfügung. Die Mittel werden ausgereicht über die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB).


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