Kulturminister Zöllner stellte Buch über den Bildhauer Ansgar Nierhoff vor

Ansgar Nierhoff gehört zu den herausragenden deutschen Bildhauern seiner Generation. Auf dem Gebiet der Stahlskulptur hat der Professor der Akademie für bildende Künste in Mainz neue Wege eingeschlagen und an vielen Orten und Plätzen bundesweit Akzente gesetzt.

29.06.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

Kurz vor seinem 65. Geburtstag ist nun ein umfangreiches Buch erschienen, das den seit 35 Jahren kontinuierlich entwickelten Schwerpunkt von Nierhoffs Schaffen beleuchtet: Seine Skulpturen, Skulpturensembles und Platzgestaltungen für den öffentlichen Raum.

"Ein schönes, informatives und anregendes Werk über einen eigenwilligen, zu Recht viel beachteten Künstler", meinte Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, als er heute in Mainz das Buch gemeinsam mit dessen Herausgeber Dr. Justus Jonas öffentlich vorstellte.

Bereits als Dreißigjähriger erhielt Nierhoff 1971 in Nürnberg seinen ersten Auftrag für eine Skulptur im Außenraum. Ausgehend von seinen anfangs noch in Edelstahl ausgeführten Objekten bis hin zu seinen jüngeren und aktuellsten Werken aus geschmiedetem Stahl dokumentiert und erörtert die unter anderem durch das rheinland-pfälzische Kulturministerium und die Stiftung Kunstfonds geförderte Publikation eingehend die insgesamt bislang über 60 realisierten Projekte und bildhauerischen Interventionen Nierhoffs.

"Mir war es ein großes Anliegen, dieses Buch möglich zu machen", sagte Zöllner. Nierhoff sei ein herausragender Künstler, ein ausgezeichneter Hochschullehrer und ein überzeugender Sprecher für die Belange der bildenden Kunst in Rheinland-Pfalz. Deshalb habe das Land ihm auch 2004 den Kunstpreis, die höchste rheinland-pfälzische Auszeichnung für Kulturschaffende, verliehen.

Seit 1998 lehre der gebürtige Sauerländer als Professor an der Akademie für bildende Künstler. "Durch seine Berufung hat das Ansehen der künstlerischen Ausbildung in Mainz zweifellos hinzugewonnen", urteilte Zöllner.

Er wünschte sich, dass in Rheinland-Pfalz noch mehr Nierhoff-Arbeiten als bisher im öffentlichen Raum zu sehen seien. Sein Ministerium gehe mit gutem Beispiel voran und habe eine Skulptur aus dem Jahre 1977 gekauft. Sie werde mit der Rückkehr des Ministeriums an dessen traditionellen Standort in der Mittleren Bleiche zu sehen sein, kündigte Zöllner an.

An dem knapp 300 Seiten umfassenden und zweisprachig (deutsch/englisch) erschienenen Katalogbuch haben sich zahlreiche Autoren und Wegbegleiter Nierhoffs beteiligt, unter ihnen führende Skulpturenexperten wie Eduard Trier, Manfred Schneckenburger, Christoph Brockhaus, Eva Meyer-Hermann, Uwe Rüth und Gerhard Kolberg. Sie erörtern sowohl chronologisch als auch an Einzelbeispielen ausführlich das künstlerische Grundkonzept Nierhoffs im Spannungsfeld zwischen Autonomie und Ortsbezogenheit seiner Skulptur, so dass Nierhoffs künstlerischer Beitrag und Stellenwert als Ganzes und im Kontext klar hervortritt.

"Darüber hinaus formuliert das Buch zahlreiche Diskussionsansätze und eröffnet Perspektiven, die für die Problematik von Kunst im öffentlichen Raum von beispielhafter Bedeutung sein können", erläuterte der Mainzer Kunsthistoriker Jonas.


Infos: Justus Jonas (Hrsg.): "Ansgar Nierhoff - Zu Einem Aus Einem" Skulptur im öffentlichen Raum, Kehrer Verlag Heidelberg 2006, 288 Seiten, gebunden, dt./engl., ISBN: 3-936636-79-6, 48 Euro, Format 31 x 25 cm, Umfang 288 Seiten (hardcover): etwa 120 Textseiten, Katalogteil: etwa 140 Bildseiten in Duoton-Abbildungen, Werkbiografie des Künstlers, ausführliche Bibliographie


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