Kultusminister Goebel: "Schüler für den Berufsstart fit machen"

"Ausbildungsfähigkeit ist das Ziel, Berufswahlvorbereitung der Weg", so umriss Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) die Strategie des Ministeriums bei der Vorbereitung der Schüler auf das spätere Berufsleben. In Gespräch mit Vertretern der drei Thüringer Industrie- und Handelskammern, das heute in Erfurt statt-fand, kündigte er an, die in diesem Schuljahr begonnene flächendeckende Einführung des Berufswahlpasses fortzuführen und das Projekt Berufsstart auszubauen.

31.03.2005 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Darüber hinaus soll an besonders vorbildliche Schulen ein 'Qualitätssiegel' vergeben werden. "Wir müssen unsere Schüler fit für den Berufsstart machen. Dabei setzen wir auf den Dreiklang von Berufswahlpass, Berufsstart und Qualitätssiegel. Eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena aus dem Jahr 2002 belegt, dass 'die Jugendlichen in hohem Maße die Erwartungen der Wirtschaft erfüllen'. Das bestärkt uns, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und in unseren Bemühungen nicht nachzulassen", so Minister Goebel.

Ab diesem Schuljahr wurde allen Schülern der Klassenstufe 7 der Regelschulen, der Gymnasien und der Förderzentren ein Berufswahlpass zur Verfügung gestellt. Mit dem Berufswahlpass wird im Unterricht gearbeitet. Schüler sammeln zudem erworbene Zertifikate und Nachweise. Der Pass soll auch Eltern anregen, mit ihren Kin-dern über dieses Thema zu sprechen. Der Berufswahlpass begleitet die Schüler bis zum Abschluss der Schule. "Die bewährte Zusammenarbeit mit dem Verband der Wirtschaft Thüringens, den Kammern und der Landesarbeitsgemeinschaft Schu-le/Wirtschaft bei der Erstellung des Berufswahlpasses wird auch in Zukunft fortgesetzt", so Minister Goebel.

Außerdem ist geplant, das Projekt "Berufsstart" weiter fortzuführen und auszubauen. Das im Schuljahr 2003/2004 begonnene Projekt ermöglicht es Schülern, sich in Ausbildungsbetrieben über verschiedene Berufsfelder zu informieren und sich in Betriebspraktika selbst zu erproben. "Dieses Projekt stößt in den Schulen auf eine große Resonanz. Bisher beteiligen sich daran 24 Schulen mit ca. 2.400 Schülern. In der Zukunft wollen wir auch dieses Projekt in Zusammenarbeit mit den Kammern ausweiten", so Minister Goebel.

Ebenfalls in Zusammenarbeit mit den Kammern wurde ein "Qualitätssiegel" entwi-ckelt, dass an in der Berufsvorbereitung vorbildliche Schulen verliehen wird. Dabei werden die Schulen beispielsweise nach Konzeption der Berufsvorbereitung, der Praxisnähe oder Kooperation mit Betrieben beurteilt. "Diese Aktion wird von der Wirt-schaft mitgetragen und in diesem Jahr erstmalig durchgeführt", so Minister Goebel abschließend.


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