Kultusminister Olbertz spricht bei der Tagung "Deutschland und Armenien – 90 Jahre danach

Anlässlich des Gedenkjahrs zum 90. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern im Osmanischen Reich veranstaltet die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V. und das MESROP-Zentrum für Armenische Studien vom 9. bis zum 11. Dezember 2005 in der Lutherstadt Wittenberg eine Tagung unter dem Titel: "Deutschland und Armenien – 90 Jahre danach". Im Rahmen dieser Tagung wird Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz am 10. Dezember 2005 um 10.00 Uhr über die Zukunft der deutsch-armenischen Beziehungen aus der Perspektive Sachsen-Anhalts sprechen.

09.12.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

"Angesichts der langjährigen intensiven Kontakte zwischen Sachsen-Anhalt und Armenien ist es mir ein besonderes Bedürfnis, über dieses Thema zu sprechen.", sagte der Minister im Vorfeld. "Sympathie und Bewunderung gelten dem Schicksal des Volkes, aber ebenso den großen kulturellen Leistungen der armenischen Nation, die wir in Sachsen-Anhalt bereits in zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen würdigen konnten."

Wie Olbertz erklärte, nimmt Sachsen-Anhalt seit vielen Jahren im Auftrage der Kultusministerkonferenz die Ländervertretung für die Gesamtheit der Länder der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Armenien geschlossenen Kulturabkommens wahr. "Unter dem Dach dieses Kulturabkommens arbeiten beide Länder seit fast einem Jahrzehnt auf den Gebieten von Wissenschaft, Bildung und Kultur eng zusammen. Diese Zusammenarbeit hat sich in den Jahren stetig entwickelt. Mit dem im Jahre 1998 in Jerewan zwischen der Republik Armenien und dem Land Sachsen-Anhalt unterzeichneten Memorandum über die Zusammenarbeit auf den Gebieten Bildung, Wissenschaft und Kultur hat eine besonders konstruktive Zeit einer Zusammenarbeit begonnen", so Olbertz.

Hieran habe das MESROP Zentrum für Armenische Studien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg einen ganz wesentlichen Anteil. Mit seiner Gründung als deutsch-armenische Forschungs- und Begegnungsstätte im Jahre 1998 erfuhren die bilateralen Beziehungen zwischen Sachsen-Anhalt und Armenien einen Aufschwung und eine wesentliche Bereicherung.

Olbertz: "Ebenso wie in Sachsen-Anhalt hat sich in den letzten 15 Jahren ein beispielloser Wandel in Armenien vollzogen. Neben den Gemeinsamkeiten eines anhaltenden Transformationsprozesses machen die in unseren Ländern reich vorhandenen historischen Bezüge in der Kunst, Religion und Wissenschaft einen Austausch besonders produktiv. Im Rahmen meines Besuches in Armenien haben wir eine Gemeinsame Erklärung über die Fortsetzung und Ausgestaltung unserer weiteren Zusammenarbeit unterzeichnet. Mit der Unterzeichnung dieser Erklärung wurde eine neue Weiche gestellt, um die Beziehungen zwischen Sachsen-Anhalt und Armenien kontinuierlich zu entwickeln."

Hoffnungsvolle Ansätze einer künftigen Zusammenarbeit im kulturellen Bereich hätten sich u.a. für das gemeinsam von der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau, dem Sorbischen Museum Bautzen und dem Kulturgeschichtlichen Museum Barockhaus Görlitz unter Beteiligung der Stiftung für das sorbische Volk konzipierte Ausstellungsprojekt "Im Reich der schönen, wilden Natur ..." ergeben.


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