Landeskommission Berlin gegen Gewalt

Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt hat am 23. November 2004 gemeinsam mit dem Beauftragten des Senats für Integration und Migration und der Friedrich - Ebert - Stiftung die ersten Erfahrungen und Ergebnisse der Lokalen Aktionspläne für Toleranz und Demokratie und der Berliner Bezirksstudien vorgestellt. Diese wurden einer kritischen Würdigung unterzogen, wobei ein Schwerpunkt auf neuen Erkenntnissen zur Entwicklung rechtsextremistischer, fremdenfeindlicher und antisemitischer Potenziale lag. Die Dokumentation dieser Tagung liegt nunmehr als Nummer 20 des Berliner Forums Gewaltprävention vor.

19.08.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Aus dem Inhalt:

  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die theoretische Konzeption und empirische Ergebnisse aus den Jahren 2002 bis 2004 von Prof. Dr. W. Heitmeyer
  • Die Bezirksstudien und Lokalen Aktionspläne: Ansatz, Durchführung, Ergebnisse und Schlussfolgerungen von Dierk Borstel
  • Hasskulturen und Desintegration als Herausforderung - Thesen zum politischen Umgang mit Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus und Minderheitenfeindlichkeit von Carl Chung
  • Dokumentation der Abschlussdiskussion "Engagement fördern! Welche Strategien sind im Umgang mit Rechtsextremismus erfolgreich", unter anderem mit dem Vorsitzenden der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, dem Beauftragten des Senats für Integration und Migration und den Bezirksbürgermeistern von Mitte, Pankow und Treptow-Köpenick.

Der Vorsitzende der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Staatssekretär Thomas Härtel, erklärt dazu: "Rechtsextremistische, fremdenfeindliche und antisemitische Einstellungen sind nach wie vor eine sehr ernstzunehmende Herausforderung und Bedrohung für unsere demokratische Gesellschaft. Dies gilt gerade auch dann, wenn keine spektakulären und entsprechend politisch motivierten Gewaltdelikte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich ziehen. Mit den Lokalen Aktionsplänen für Toleranz und Demokratie und den Bezirksstudien wurden Instrumente geschaffen, mit denen vor Ort strukturiert und kontinuierlich gearbeitet werden kann. Um Erfolge zu erzielen, müssen wir unser Engagement für eine demokratische Gesellschaft weiterhin gezielt ausbauen. 'Hinsehen und Handeln' muss unsere Maxime sein und zwar überall dort, wo wir mit demokratiegefährdenden Einstellungen und Haltungen konfrontiert werden."

Das Berliner Forum Gewaltprävention Nr. 20 kann schriftlich bei der Geschäftsstelle der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Beuthstr. 6-8, 10117 Berlin bestellt werden. Briefmarken im Wert von 1,44 Euro (Versandkosten) müssen beigelegt werden.

Link zum Thema

www.berlin-gegen-gewalt.de


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