Landesmuseum bereitet Große Landesausstellungen vor

Im Landesmuseum Württemberg laufen derzeit die Vorbereitungen für zwei Große Landesausstellungen auf Hochtouren. Die Schau "Das Königreich Württemberg 1806 - 1918 - Monarchie und Moderne" wird am 21. September eröffnet. Parallel dazu wird die Ausstellung "Ägyptische Mumien - Unsterblichkeit im Land der Pharaonen" konzipiert, die ab Oktober 2007 zu sehen sein wird.

27.07.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Für die Landesausstellung zum Königreich Württemberg erweitert das Museum erstmals das Angebot durch einen speziellen Kinderbereich für die Vier- bis Zehnjährigen. "Wir wollen ganz bewusst auch jungen Besuchern ein attraktives Programm bieten, das Landesgeschichte interessant, spannend und lebendig vermittelt. Damit knüpfen wir die ersten Kontakte zu unserem Publikum von morgen und bieten die Möglichkeit, die Geschichte unseres Landes aus der Sicht eines Kindes kennen zu lernen. Nebenbei sorgen wir dafür, dass auch die Eltern oder Großeltern diese Ausstellung entspannt genießen können", sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Dietrich Birk MdL am 27. Juli in Stuttgart vor Medienvertretern.

Der Staatssekretär betonte die große Bedeutung von Kunst und Kultur für die Identifikation und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen zum Land und zu ihrer Heimat. "Die Großen Landesausstellungen, die dieses Ziel mitverfolgen, werden auch weiterhin ein Schwerpunkt der Kulturpolitik des Landes sein", so Birk. Deshalb solle das vom Kunstministerium gemeinsam mit den Museumsdirektoren aufgestellte Tableau der Großen Landesausstellungen mit Projekten bis 2014 weiterentwickelt werden.

Ausgehend von der Sammlung antiker Stücke aus dem griechisch-römischen Ägypten, die dem Landesmuseum 1907 von dem Stuttgarter Fabrikanten Ernst von Sieglin als Schenkung überlassen wurden, beschäftigt sich die für Oktober 2007 geplante Ausstellung "Ägyptische Mumien" mit der Mumifizierungstechnik, dem Totenkult und den Jenseitsvorstellungen der Alten Ägypter. "Damit ist diese Schau zugleich ein Zeugnis für die Orientbegeisterung des 19. Jahrhunderts und vermag die große Anzahl und Vielfalt weltweiter Schätze aufzuzeigen, über die die Museen des Landes verfügen", hob der Staatssekretär hervor.

Die Großen Landesausstellungen, die auf die 1977 mit außerordentlich großem Erfolg durchgeführte Staufer-Ausstellung zurückgehen, bereiten herausragende landesgeschichtliche Themen und Ereignisse wissenschaftlich auf und stellen die Ergebnisse dem breiteren Publikum in überregionalen Präsentationen vor. "Sie sind mittlerweile zu einer festen Größe in der baden-württembergischen Museums- und Ausstellungslandschaft geworden", so Staatssekretär Birk, diese Ausstellungen sprächen mit ihren vielfältigen Themenfeldern aus Kunst, Kultur, Geschichte, Technik und Naturwissenschaften eine breite Öffentlichkeit an. Allein im Jahr 2006 stellt das Land für die vier Großen Landesausstellungen mehr als 3 Mio. Euro bereit.

Neben der Ausstellung zum Königreich Württemberg sind im Jahr 2006 noch drei weitere Große Landesausstellungen zu sehen: bereits seit 20. Mai bis 24. September in der Staatsgalerie Stuttgart die Monet-Ausstellung "Felder im Frühling" und seit 24. Mai bis 24. September im Kunstgebäude am Stuttgarter Schlossplatz die Ausstellung "Kunst lebt" - Spitzenexponate aus allen elf Landesmuseen und zahlreichen weiteren Kunsteinrichtungen. Ab 28. September 2006 wird im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim die Ausstellung "Abenteuer Raumfahrt - Aufbruch ins Weltall" gezeigt. Für das Jahr 2007 plant das Staatliche Naturkundemuseum Stuttgart die Ausstellung "Saurier - Ein Erfolgsmodell der Evolution", das Badische Landesmuseum eine Schau zu "Anatolien: Die ältesten Kulturen der Menschheit" sowie das Landesmuseum Württemberg die Ausstellung "Ägyptische Mumien - Unsterblichkeit im Land der Pharaonen".


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