Landesregierung stellt in Tokio NRW-Präsentation innerhalb des Deutschlandjahrs in Japan vor

In einem "Deutschlandjahr in Japan" wird sich 2005/06 die Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur im Land der aufgehenden Sonne präsentieren. Von den Bundesländern engagiert sich insbesondere Nordrhein-Westfalen mit einem eigenen Programm.

29.09.2004 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Das hat gute Gründe. In Nordrhein-Westfalen lebt mit 11.000 Japanern die größte japanische Gemeinschaft in Europa. Über 470 japanische Unternehmen mit rund 22.000 Beschäftigten sind in Nordrhein-Westfalen vertreten - deutlich mehr als in jedem anderen Bundesland. Nordrhein-Westfalen ist für viele Japaner die zweite Heimat geworden. Von daher ist es nahe liegend, dass gerade wir in NRW die bestehenden Verbindungen aus- und neue Kontakte aufbauen wollen", betonte NRW-Wissenschaftsstaatssekretär Hartmut Krebs anlässlich der ersten öffentlichen Präsentation der geplanten Aktivitäten der Bundesrepublik im Rahmen des "Deutschlandjahrs in Japan" in Tokio. Krebs ist zugleich Koordinator der Kultur- und Wissenschaftspräsentationen der Bundesländer innerhalb des Deutschlandjahrs.

Die historisch engen deutsch-japanischen Beziehungen reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Zu den Zielen des Deutschlandjahrs gehört es, diese alte Freundschaft zu pflegen und die junge Generation für diese bewährte Beziehung zu gewinnen. Das traditionell positive Deutschlandbild in Japan soll gestärkt und um das neue, aktuelle Erscheinungsbild erweitert werden. "Dazu gehört auch die Wiederentdeckung Deutschlands als Land von Wissenschaft und Forschung", betonte Staatssekretär Krebs. Er verwies auf eine in Japan durchgeführte Befragung der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung NRW (GfW) unter Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur, wonach 70 Prozent der Befragten eine verbesserte Zusammenarbeit in der Wissenschaft und 66 Prozent bei der Technologie für sinnvoll halten.

Die nordrhein-westfälischen Hochschulen und Forschungsinstitutionen pflegen seit langen Jahren eine Vielzahl von intensiven und qualitativ hochwertigen Kooperationen. Die renommierte Waseda-Universität hat ihr Europa-Zentrum in Bonn angesiedelt. Auch die Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) und die Japan Foundation (JF) haben ihre Niederlassungen in Bonn bzw. Köln. In Düsseldorf ist die Japanische Schule beheimatet.

Der besondere Stellenwert der NRW-Japan-Beziehungen ist für die Landesregierung Anlass, sich im "Deutschlandjahr in Japan 2005/06" durch ein eigenes Programm stärker als andere Bundesländer zu engagieren. Die Präsentation Nordrhein-Westfalens wird sich ebenfalls auf die drei Kernbereiche Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur konzentrieren.

Unter dem Motto "Wissenschaft lebt vom Internationalen Dialog" wird sich die Wissenschaft Nordrhein-Westfalens in Japan darstellen. Krebs: "Die Veranstaltungen, die immer mit einem japanischen Partner durchgeführt werden, gliedern sich in die Bereiche 'Kooperationen in der Ausbildung', 'Wissenschaft gibt Anstöße für Technologietransfer' und 'Gemeinsame Diskussionen von Forschungsergebnissen führen zu regionalen, nationalen und globalen Konsequenzen'. Der Auftakt der NRW-Wissenschaftspräsentation findet am 8. April 2005 auf der EXPO in Aichi im Citizen's Pavilion/Kaisho Plaza zum Thema "Umweltmedizin" statt."

Dabei präsentieren die NRW-Akademie der Wissenschaft, die Hautklinik der Universität Düsseldorf und das Institut für Umweltmedizinische Forschungen zusammen mit der Firma Henkel Forschungsergebnisse aus Nordrhein-Westfalen über den Einfluss der Umwelt auf die Gesundheit des Menschen sowie Alterungsprozesse. Daran schließt sich ein zweitägiges medizinisches Fachsymposium an der City University Nagoya an, dessen Ziel die Vereinbarung gemeinsamer Forschung zu diesem Thema ist.

Die hervorragenden nordrhein-westfälisch-japanischen Beziehungen haben ihre Wurzeln gerade auch in wirtschaftlichen Aktivitäten. Diese sind auch heute das Fundament für die enge Zusammenarbeit. "Damit diese Grundlage stabil und tragfähig bleibt, versieht Nordrhein-Westfalen seine Aktivitäten im Rahmen von Deutschland in Japan 2005/2006 mit einem deutlichen wirtschaftlichen Schwerpunkt", sagte Dr. Norbert Walter-Borjans, Staatssekretär im NRW-Wirtschafts- und Arbeitsministerium. "Bei unseren älteren Freunden in Japan haben Deutschland und insbesondere NRW einen besonders guten Ruf als zuverlässiger Wirtschaftspartner. Bei den jüngeren Leuten ist unser Image dagegen ein wenig angestaubt. Dies wollen und werden wir ändern."

Kernpunkt der nordrhein-westfälischen Aktivitäten im Rahmen von Deutschland in Japan 2005/2006 ist das NRW-Forum im November 2005, bei dem in nur einer Woche die Modernität und Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes NRW gezeigt wird. Die Palette der Themen reicht hierbei von der Biotechnologie und den weiteren LifeScience-Bereichen über Nanotechnologie, Umwelttechnologie, neue Energien, Logistik bis hin zu Design aus NRW. Ziel dieses Wirtschafts- und Wissenschaftsforums ist es, den Austausch zwischen deutschen und japanischen Unternehmern, Forschern und Regionen zu fördern und umfangreich über den Standort NRW mit seinem Angebot an Hochtechnologie, ausgewählten Produkten und Dienstleistungen zu informieren. Ergänzt wird die Präsentation der wirtschaftlichen Stärken Nordrhein-Westfalens durch Veranstaltungen zu ausgewählten Wirtschaftsthemen in den Regionen, mit denen NRW oft eine Jahre lange Partnerschaft verbindet.


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