Lehrer bewerten Umsetzung des Reformprogramms nach Dr. Heinz Klippert positiv
"Hessen ist auf dem richtigen Weg zu einer neuen Lernkultur." Kultusministerin Karin Wolff freut sich über die Ergebnisse einer Umfrage, die das Hessische Landesinstitut für Pädagogik (HeLP) jetzt unter mehr als 2.000 Lehrerinnen und Lehrern, die derzeit an dem Reformprojekt "Erweiterung der Methodenkompetenz" teilnehmen, durchgeführt hat. Danach sind neun von zehn der Auffassung, das "Programm ist der richtige Weg für meine Schule" und werten die Seminare als erfolgreich; acht von zehn sagen, sie setzen die neuen Methoden verstärkt im eigenen Fachunterricht ein. Was von vielen zunächst als Mehrarbeit empfunden wurde, haben die Lehrkräfte zunehmend bei ihrer praktischen Umsetzung des Programms als Entlastung erfahren.
11.06.2004 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen"Lernen heißt auch heute häufig noch erklären, zuhören, mitschreiben und wiedergeben", so Wolff. Wissen werde serviert, geschluckt, verdaut und spätestens nach dem Test vergessen. "Modern ist nicht vorrangig, dass ein einzelner Lehrer zur Fortbildung geht - modern ist: die Fortbildung kommt in die Schule und verändert sie von innen", erklärte die Ministerin. Weil aber Schulen diese Aufgabe im Kontext vielfältiger neuer Anforderungen nicht allein bewältigen können, hat das Kultusministerium gemeinsam mit dem HeLP im Schuljahr 2001/02 das Reformprojekt "Erweiterung der Methodenkompetenz" nach der Programm von Dr. Heinz Klippert gestartet. Für die erste Phase sind 120 Schulen in Hessen ausgewählt worden, die von Trainerinnen und Trainern über mehrere Jahre begleitet werden.
Zentrale Ziele der Initiative sind die Verbesserung der Unterrichtsqualität durch umfangreiche Begleit- und Fortbildungsmaßnahmen, die Erweiterung der Methodenkompetenz der Schüler und Lehrer und die Stärkung des eigenverantwortlichen Arbeitens und Lernens als Grundlage für ein erfolgreicheres schulisches und lebenslanges Lernen. "Damit unsere Kinder für die Zukunft lernen, müssen wir sie in die Lage versetzen, in Zusammenhängen zu denken und zu handeln", erklärte Wolff. "Es reicht mir nicht, wenn mir Schüler sagen, den Stoff haben wir im Unterricht durchgenommen. Ich möchte hören, dass sie den Stoff begriffen und in Besitz genommen haben." Neue Formen der Elternarbeit, eine veränderte schulische Konferenzkultur sowie verschiedene Formen der Evaluation sind weitere wichtige Bausteine des Programms.
Der Fortbildungs- und Beratungsservice umfasst Seminare für Lehrkräfte in regionalen Schulungsgruppen. Der Service wird von 70 Trainern angeboten, die ihre Erfahrungen bei der Umsetzung des Programms im "Schneeballsystem" weitergeben. An den Schulen bilden sich Steuerungsteams, die verantwortlich sind für die Umsetzung des Projektes an ihren Schulen.
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