Lehrer wollen anders arbeiten

Stuttgart - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg unterstützt die Modellversuche zur Neubewertung der Leh-rer/innenarbeit.

21.02.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Lehrerinnen und Lehrer wollen anders arbeiten. Die von uns vorgeschlagenen Modellversuche schaffen erstmals in Deutschland die Möglichkeit, dass ein tragfähiges Konzept entwickelt wird, mit dem die Schulen den Abschied von der Häppchen-Pädagogik einläuten können. Dadurch werden die Qualität des Unterrichts gesteigert, die Arbeitszufrie-denheit der Lehrkräfte erhöht und Belastungen gesenkt", sagte am Mon-tag (21.02.) in Stuttgart der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem.

Die GEW hatte am vergangenen Donnerstag in einer außerordentlichen Landesvorstandssitzung den Konzepten für die Modellversuche zuge-stimmt. Die von Kultusministerin Annette Schavan durchgesetzte soge-nannte "Bandbreitenregelung" lehnt die GEW jedoch ab. "Ein Manipulieren an der bestehenden Deputatsregelung ist noch kein Fortschritt. Eine Neu-bewertung der Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern macht nur Sinn, wenn die Arbeitszeit nicht mehr nur nach den gehaltenen Unterrichtsstunden be-rechnet, sondern die gesamte Tätigkeit berücksichtigt wird", sagte der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem.

Auch Beispiele aus anderen Ländern zeigen, dass die Bandbreitenrege-lung weder von den Schulen akzeptiert wird noch zu einer echten Qualitätsverbesserung führt. In Nordrhein-Westfalen gibt es diese bereits, sie wird aber nur von drei Schulen angewendet.

Weitere Informationen:

www.gew-bw.de

(Zumeldung
PM Kultusministerium, Lehrerarbeitszeit, 21.02.05)

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden