Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen erhält Neubau

Als einen "Leuchtturm lebenswissenschaftlicher Forschung in Deutschland" hat Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg das Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen bezeichnet.

16.09.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Sein Renommee verdankt das Institut seinen herausragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Allein die Zahl der an sie verliehenen Preise dokumentiert auf eindrucksvolle Weise die Erfolgsgeschichte dieser Forschungseinrichtung", sagte Frankenberg bei der Einweihung des Institutsneubaus am 16. September in Tübingen. "Ich bin sicher, dass die neuen Arbeitsmöglichkeiten dazu beitragen, diesen Ruf von Weltgeltung auch in Zukunft weiter auszubauen."

Der Wissenschaftsminister würdigte den von der Max-Planck-Gesellschaft kürz-lich veröffentlichten "Forschungspolitischen Appell", in der zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit Deutschlands "eine konsequente Politik der Innovation" eingefordert wird. Dieser Kurs werde in Baden-Württemberg nachhaltig unterstützt. "Das oberste Ziel der Forschungsförderung des Landes besteht seit langem darin, dauerhaft ein günstiges Umfeld für innovative und international wettbewerbsfähige Forschung zu schaffen", betonte Frankenberg und verwies auf das neue Landeshochschulgesetz, mit dem Baden-Württemberg einen weiteren, bedeutenden Schritt in diese Richtung eingeschlagen habe. "Wir haben die Rahmenbedingungen für ein wettbewerbliches Hochschulsystem und damit für leistungsstarke Hochschulen deutlich verbessert. Die Hochschulen werden in ihrer Autonomie gestärkt und erhalten einen größeren Handlungsspielraum und damit mehr Verantwortung." Zudem verwies Frankenberg auf das seit drei Jahren laufende Programm "Qualitätsoffensive für die Universitäten" mit einem Kostenvolumen von 20 Mio. Euro und auf den neuen "Struktur- und Innovationsfonds für die Forschung" mit einem Umfang von 36 Mio. Euro.

Als weitere Leitmotive der Forschungspolitik des Landes nannte der Minister die Aspekte Schwerpunktsetzung und Profilbildung, die beispielsweise im Bereich der Lebenswissenschaften in dem insgesamt 29 Mio. Euro umfassenden Pro-gramm "Offensive Biotechnologie" zum Ausdruck komme. Frankenberg: "Forschungsfreundliche Rahmenbedingungen, exzellente Hochschulen und Profilbildung sind aus meiner Sicht elementare Voraussetzungen, um auch in Zukunft auf dem internationalen Forschungsparkett bestehen zu können."

Besonders stellte Frankenberg die Zusammenarbeit zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung heraus, die in Tübingen hervorragend ausgestaltet sei: "Spitzenforschung findet man gerade auch dort, wo Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen intensiv zusammenarbeiten. Von einer institutionenübergreifenden Zusammenarbeit profitieren beide Seiten. Ich ermutige daher die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, diese auch weiterhin zu forcieren."


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