Mehr Aufwendungen für die Jugendhilfe im Saarland
Im Saarland betrugen im Jahr 2006 die Ausgaben für Leistungen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz 296,6 Mio. Euro. Das waren nach Mitteilung des Statistischen Amtes Saarland 7, 4 Mio. oder 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Einnahmen sind mit rund 15 Mio. im Jahresvergleich dagegen konstant geblieben, sodass sich Nettoausgaben in Höhe von 281,6 Mio. Euro ergaben.
12.12.2007 Saarland Pressemeldung Statistisches Amt SaarlandMit 149 Mio. Euro wurde die Hälfte der Bruttoausgaben (50,3 %) für die Kindertages-betreuung ausgegeben. Weitere Ausgabenschwerpunkte waren die Ausgaben für die Hilfe zur Erziehung mit 83,2 Mio. Euro sowie die Jugendarbeit bzw. die Jugendsozialarbeit mit insgesamt rund 14 Mio. Euro.
Im Rahmen der Hilfe zur Erziehung wurden insgesamt rund 55 Mio. Euro für stationäre Maßnahmen wie die Vollzeitpflege in einer anderen Familie und die Heimunterbringung aufgebracht. Bei den ambulanten Hilfen schlug die sozialpädagogische Familienhilfe mit 4,8 Mio. Euro zu Buche. Für Erziehungsbeistandschaften, Betreuungshelfer und soziale Gruppenarbeit wurden 9,4 Mio. Euro verausgabt.
Fast sieben Mio. Euro entfielen auf die Hilfe für junge Volljährige. Die Bruttoausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe verteilen sich im Saarland auf die örtlichen Träger (178,5 Mio. Euro), die Städte und Gemeinden (68,3 Mio. Euro) und das Landesjugendamt bzw. die oberste Landesjugendbehörde (49,8 Mio. Euro). Die Pro-Kopf-Ausgaben (Netto) betrugen im Saarland 270 Euro.
Pressemitteilung mit Grafik herunterladen (PDF 0,02 MB)
Keine Kommentare vorhanden