Ministerin Wanka ehrt Opfer des Internierungslagers Jamlitz
Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hat am Samstag gemeinsam mit Angehörigen und Hinterbliebenen der Opfer des Internierungslagers Jamlitz (Landkreis Dahme-Spreewald) gedacht.
11.09.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes BrandenburgIn ihrer Ansprache sagte die Ministerin: "Orte wie dieser, die Leid, Unterdrückung und Tod gesehen haben, sind authentische historische Zeugnisse, die für das Gedenken gegen Ignoranz und Lüge unverzichtbar sind. Denn lebendige Erinnerung ist Voraussetzung für die Zukunft einer den humanen Werten verpflichteten Gesellschaft. Im vergangenen Jahr wurden deshalb nach intensiven Planungen gemeinsam mit der Initiativgruppe Internierungslager Jamlitz hier zwei Dokumentationsstätten eröffnet, die sich mit der Geschichte des Lagers vor und nach 1945 beschäftigen."
In Jamlitz/Lieberose befand sich bis Kriegsende ein Außenlager des KZ Sachsenhausen. Seit September 1945 wurde das Gelände vom sowjetischen Geheimdienst als eines der insgesamt 10 Speziallager auf dem Boden der SBZ / DDR genutzt. Bis zu seiner Auflösung im Frühjahr 1947 waren mehr als 10.000 Menschen - Männer, Frauen und Jugendliche - in den Baracken des Lagers unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt. Krankheiten und Hunger führten zu der außerordentlich hohen Todesrate, die für sowjetische Speziallager kennzeichnend war. Das Lager bestand 19 Monate. In dieser Zeit starben in Jamlitz mehr als 3.000 Menschen.
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