Museen effizient in Management und Marketing
Die sechs niedersächsischen Landesmuseen in Hannover, Oldenburg und Braunschweig sollen in den Bereichen Management und Marketing professioneller und dadurch effizienter werden. Dies ist das Ziel eines Beschlusses, den die Niedersächsische Landesregierung im Rahmen ihrer Hildesheimer Haushaltsklausur gefasst hat.
08.07.2005 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und KulturZu diesem Zweck sollen die einzelnen Häuser in drei standortbezogenen Betrieben zusammengefasst werden, ohne ihr jeweils selbständiges Profil zu verlieren. "Der sich gegenwärtig vollziehende grundlegende gesellschaftliche und soziale Wandel stellt alle Kultureinrichtungen und damit auch die Landesmuseen vor neue Herausforderungen", erklärte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann. "Veränderungen des Freizeitverhaltens in der Gesellschaft sowie der damit verbundene zusätzliche Konkurrenzdruck gegenüber anderen Freizeit- und Kultur-angeboten machen neue Formen der Vermittlung von Kultur aber auch deren Vermarktung erforderlich."
Damit die niedersächsischen Kultureinrichtungen diesen neuen und höheren Anforderungen entsprechen können, soll mit der Professionalisierung eine stärkere Kundenorientierung verbunden werden. Damit soll für die sechs niedersächsischen Landesmuseen erreicht werden, dass Mittel künftig effizienter eingesetzt werden und neue Möglichkeiten zur Erzielung zusätzlicher Einnahmen erschlossen werden können. Um dieses Ziel zu erreichen, hatte das Kulturministerium Ende 2004 ein entsprechendes Projekt auf den Weg gebracht. "Aufgrund der außerordentlich engagierten Mitarbeit der beteiligten sechs Museumsdirektoren und ihrer Mitarbeiter können wir dieses umfangreiche Projekt bereits nach gut einem halben Jahr jetzt abschließen", so Stratmann.
Damit die Projektergebnisse bis zum Ende des Jahres umgesetzt werden können, hatte das Kabinett in seiner Hildesheimer Haushaltsklausur die erforderlichen rechtlichen Grundvoraussetzungen geschaffen. Innerhalb des jeweils neu zu schaffenden Betriebs bleiben die Museen fachlich selbständig. Auch nach außen bleibt das Profil eines jeden Museums erhalten und soll zudem noch weiter geschärft werden. Im nächsten Schritt wird das Ministerium für Wissenschaft und Kultur jetzt mit dem Finanzministerium die haushaltsrechtlichen und organisatorischen Maßnahmen für die Errichtung der Betriebe sowie den Zeitpunkt der Umstellung auf das kaufmännische Rechnungswesen vorbereiten. Im Anschluss soll gemeinsam mit den Museumsdirektoren das Gesamtkonzept für die Neustrukturierung der Landesmuseen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
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