Neues Modellprogramm Generationsübergreifende Freiwilligendienste
Ein neues Modellprogramm zur Umsetzung der Empfehlungen der Kommission ''Impulse für die Zivilgesellschaft'' soll Menschen aller Altersgruppen die Möglichkeit eröffnen, sich freiwillig zu engagieren. Darauf wies die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, anlässlich des morgigen Internationalen Tags des Ehrenamtes hin. Im Haushalt 2005 des Bundesministeriums stehen für das Modellprogramm 10 Mio. Euro zur Verfügung.
06.12.2004 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend''Freiwilliges Engagement kennt keine Altersgrenze. Wir wollen jüngeren wie älteren Menschen die Chance eröffnen, freiwillig aktiv zu sein - denn das bringt Vorteile für sie selbst und für andere. Wir wissen, dass viele Menschen freiwillig engagiert sind, dass viele aber zugleich zu mehr Engagement bereit sind. Wir wollen sie darin bestärken, denn unsere Gesellschaft ist auf das 'soziale Kapital', das so entsteht, angewiesen'', so Bundesministerin Renate Schmidt. ''Eine neue Kultur selbstverständlicher Freiwilligkeit kann entstehen. Freiwilliges Engagement kann staatliche Leistungen nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen.'' Der Staat habe die Aufgabe, für eine solche Kultur der Freiwilligkeit Anreize zu setzen. Bundesministerin Renate Schmidt verwies auf erfolgreiche Programme, an die generationsübergreifende Freiwilligendienste anknüpfen könnten. So leisten 2004 mehr als 15.500 junge Männer und Frauen ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr. Weitere rd. 3.400 junge Männer haben ein solches Freiwilligenjahr anstelle des Zivildienstes geleistet. Seit 2002 hat das Bundesministerium ca. 500 seniorTrainerinnen und -Trainer qualifiziert, die wiederum andere Ehrenamtliche anleiten.
''Die neuen Haushaltsmittel von 10 Mio. Euro allein im kommenden Jahr zeigen, dass wir die einstimmigen Kommissionsempfehlungen sehr ernst nehmen und trotz knapper Kassen neue generationsübergreifende Freiwilligendienste für alle Altersgruppen fördern wollen.'' Zahlreiche Verbände und Organisationen haben bereits Interesse an dem neuen Programm bekundet und Modellvorschläge eingereicht. Sie sollen die Kommissionsempfehlungen zu flexiblen Diensten und Einsätzen, neuen Aufgabenfeldern, Trägerstrukturen, Schutz und sozialer Sicherung, Qualitätssicherung und neuer Anerkennungskultur einem Praxistest unterziehen. Anhand einer wissenschaftlichen Gesamtbegleitung wird geprüft, welcher Rahmen für die neuen generationsübergreifenden Freiwilligendienste angemessen und erforderlich ist.
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Zukunft des Zivildienstes
Erfolgreicher Start der Kurse zum seniorTrainer und zur seniorTrainerin
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