NRW-Minister appellieren an die Verantwortlichen, den Jugendschutz einzuhalten

Zu Beginn der heißen Karnevals-Phase appellierte Jugendministerin Ute Schäfer an die besondere Verantwortung der Erwachsenen, das Jugendschutzgesetz einzuhalten und keinen Alkohol an Kinder und Jugendliche abzugeben.

02.02.2005 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Bei Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz muss mit aller Härte vorgegangen werden. Uneinsichtige Einzelhändler und Kneipenbetreiber müssen mit einer empfindlichen Geldbuße bestraft werden", sagte die Ministerin heute in Düsseldorf. Innenminister Dr. Fritz Behrens erklärte: "Ordnungsbehörden und Polizei werden Alkoholverkaufsstellen während der ,Tollen Tage' intensiv kontrollieren. Geschäftemacherei auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen werden wir nicht hinnehmen." Zugleich rief Behrens die Eltern auf, über die Gefahren des Alkoholkonsums aufzuklären.

Der riskante und exzessive Konsum von Alkoholika unter Jugendlichen hat in den letzten Jahren besonders an Karneval zugenommen. Dies betrifft nicht nur die modernen Mixgetränke, wie Alcopops, sondern auch die selbst gemischten wie Cola- Rum. Ministerin Schäfer appellierte an Vereine und Schulen, bei ihren Feiern mit Jugendlichen auf Alkohol zu verzichten. Nach ihrem Eindruck werde in den Kommunen darauf verstärkt geachtet. Notwendig sei auch, dass bei öffentlichen Großveranstaltungen bei Jugendlichen eine wirksame Kontrolle von Taschen oder Rücksäcken nach mitgebrachten alkoholischen Getränken erfolge, wenn konkrete Anhaltspunkte für Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz vorlägen.

Die Ministerin wies darauf hin, dass es in NRW nachahmenswerte Beispiele in den Kommunen gebe, wo mit gemeinsamen Aktionen von Jugendamt, Schulen, Polizei und Karnevalsvereinen gegen den Alkoholmissbrauch vorgegangen werde, zum Beispiel die Kölner Aktion "Keine Kurzen für Kurze" oder die Initiative der Stadt Münster "Voll ist out".


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