Orient und Okzident – Ein neuer Anfang

Der Dialog zwischen der Arabischen Welt und dem Westen beginnt bereits am Wochenende vor der Buchmesse: In Kooperation mit dem Annemarie-Schimmel-Forum und dem PEN-Zentrum Deutschland veranstaltet die Frankfurter Buchmesse am 2. und 3. Oktober ein internationales Symposium zum Thema "Orient und Okzident – Ein neuer Anfang".

09.09.2004 Pressemeldung Frankfurter Buchmesse

Mit dem hochkarätig besetzen Symposium greift die Buchmesse eine alte Tradition wieder auf und lädt am Wochenende vor Messebeginn Intellektuelle und Literaten aus Deutschland und der Region des Ehrengastes in den Frankfurter Römer. "Es war uns wichtig, vor Beginn der Buchmesse einen Moment der Besinnung zu schaffen," sagte Volker Neumann, Direktor der Frankfurter Buchmesse. "Wenn es ein Anliegen gibt, das seit 1976 alle Gastland-Programme verbindet, dann ist es das Bekenntnis zum offenen und kritischen Dialog der Kulturen".

"Alternativen zum Kampf der Kulturen" – Motto der Redebeiträge am Samstag - zeigt unter anderem S. E. Sheikh Ahmed Zaki auf. Der in London lebende Saudi, ehemals Ölminister seines Heimatlandes, spricht am Vormittag über "Das Christentum aus islamischer Sicht". Im Anschluss spricht Prof. Mohammed Talbi, Historiker aus Tunis, zum "Kampf der Kulturen aus islamischer Sicht". Einen aufschlussreichen Vortrag darf man auch von Prof. Dr. Tariq Ramadan erwarten. Der renommierte Islamwissenschaftler – wie Talbi ein Verfechter eines modernen Islam – spricht über "Der Islam und der Westen – von der Konfrontation zum Dialog der Zivilisationen".

"Toleranz nur den Gläubigen?" Diese Frage diskutiert zu Beginn des Sonntag Tariq Ramadan mit dem Pariser Autor und Sozialwissenschaftler Gilles Kepel und Prof. Nasr Hamid Abu Zaid, dem Inhaber des Lehrstuhls für arabische Literatur und Islamwissenschaft an der Universität Leiden. Am Nachmittag gipfelt die Veranstaltung in einem deutsch-arabischen Autorensymposium: Sahar Khalifa (Palästina), Nora Amin (Ägypten), Najwa Barakat (Beirut/Paris), Habib Tengour (Algerien/Paris), Boualem Sansal (Algerien), Ilija Trojanow (Deutschland), Martin Mosebach (Deutschland), Michael Kleeberg (Deutschland) und Daniel Cohn-Bendit (Deutschland) beschäftigen sich mit der Frage "Was erwarten wir denn eigentlich vom Anderen?"

Das Symposium wird ermöglicht durch freundliche Unterstützung der "Prince Sultan Foundation", dem C. H. Beck Verlag und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Alle Rede- und Diskussionsbeiträge in Arabisch, Deutsch, Englisch und Französisch werden simultan gedolmetscht.

Das gesamte Programm ist zu finden unter www.buchmesse.de/Buchmesse/Veranstaltungen.

Anmeldung:

Die Anmeldung ist noch bis 25. September 2004 möglich unter:
E-Mail: international-centre( at )book-fair.com oder litprom@book-fair.com,
Stichwort: "Symposium Orient / Okzident"

Information:

Frankfurter Buchmesse, Peter Ripken, Tel. +49 (0) 69 2102-247,
Fax: +49 (0) 69 2102-277, E-Mail:

Annemarie-Schimmel-Forum für Interkulturelle und Interreligiöse Verständigung e.V.,
Ghulam-D. Totakhyl, Tel. +49 (0) 2241 34 19 22,
E-Mail:

Ansprechpartner

Frankfurter Buchmesse
Reineckstr. 3
60313 Frankfurt am Main
Web: http://www.buchmesse.de

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