Peking + 10: Frauenrechte weltweit stärken
Zehn Jahre nach der 4. Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen in Peking (1995) zieht die Welt Bilanz: Wie steht es um die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Rechte von Frauen zu Beginn des 21. Jahrhunderts? Mit dieser Frage wird sich die 49. Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen vom 28. Februar bis zum 11. März 2005 beschäftigen. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Marieluise Beck, führt die deutsche Delegation, der neben Regierungsvertreterinnen auch Vertreterinnen von Nichtregierungsorganisationen angehören. Sie nimmt ab dem heutigen Montag für drei Tage an den Beratungen in New York teil: "Die Aktionsplattform von Peking ist auch zehn Jahre nach der Weltfrauenkonferenz eine der wichtigsten Vereinbarungen zur Durchsetzung von Frauenrechten und zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit weltweit. Deshalb unterstützt Deutschland die Beschlüsse von Peking und die in Folge getroffenen Handlungsvereinbarungen ausdrücklich und wird sich weiterhin für deren Umsetzung einsetzen. Unser Ziel ist es, mit Peking + 10 darauf hinzuwirken, dass die gleichen Rechte und gleichen Chancen für beide Geschlechter in jedem Land der Erde zur Selbstverständlichkeit werden."
28.02.2005 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendIm Rahmen der diesjährigen Frauenrechtskommission findet der "Peking + 10-Prozess" statt, der die Umsetzung der Pekinger Dokumente zur Verbesserung der Situation von Frauen überprüft, Erfolge würdigt und verbleibende Herausforderungen identifiziert. Die Pekinger Aktionsplattform, die 1995 von 189 Ländern unterzeichnet wurde, benennt zwölf Themenfelder der Gleichstellung, u. a. Frauen in der Wirtschaft, Frauen und Gesundheit, der Schutz von Frauen vor Gewalt und die Bildung von Frauen. Die Aktionsplattform ragt als Meilenstein in der Geschichte der Frauenrechte heraus; sie ist allerdings nicht rechtsverbindlich. Daher waren alle Staaten aufgefordert, nationale Strategien zu entwickeln und über den Stand der Umsetzung zehn Jahre nach Unterzeichnung der Plattform an die Vereinten Nationen zu berichten. Diese nationalen Berichte und die Bilanzen bilden die Grundlage für die weltweite Überprüfung.
Deutschland steht wie die Mehrheit der Unterzeichnerstaaten voll und ganz hinter den Forderungen der Pekinger Dokumente. In der nationalen Umsetzungsbilanz www.un.org/womenwatch/daw/csw/49sess unterstreicht die Bundesregierung die Erfolge, die in den vergangenen Jahren auf dem Gebiet der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern erzielt wurden und weist auf verbleibende Herausforderungen hin.
Anlässlich des internationalen Auftakts zu den Beratungen über Peking + 10 eröffnet das Bundesministerium für Familie, Senioren, den Frauen und Jugend heute eine neue Internetseite unter www.peking-plus-zehn.de. Auf ihr berichtet das Bundesministerium über die Situation der Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland, informiert über Aktivitäten der Regierung und der Zivilgesellschaft zu Peking + 10 und bietet eine Plattform für den Austausch mit Akteurinnen und Akteuren, die sich für Gleichstellung engagieren.
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