Peter Spuhler als Intendant des Landestheaters Tübingen verabschiedet

"Peter Spuhler war in Tübingen für ein ambitioniertes, hoch motiviertes und auch finanziell sehr erfolgreiches Theater verantwortlich. Die Bilanz seiner dreijährigen Tätigkeit am dortigen Landestheater kann sich sehen lassen." Mit diesen Worten würdigte der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Michael Sieber (MdL), den scheidenden Intendanten des Landestheaters Tübingen Reutlingen (LTT) am 20. Juli in Tübingen. Ein besonderes Anliegen und Schwerpunkt seiner Arbeit sei, so der Staatssekretär, die Förderung junger Autorinnen und Autoren gewesen. "Die jährlichen Autorenfestivals, bei denen jeweils die LTT-Gebäude vom Keller bis zum Dach bespielt wurden, waren die absoluten Renner. Mit jungen Regisseuren und Schauspielern wurde in Tübingen drei Jahre lang leidenschaftliches und erfolgreiches Theater gemacht", sagte Sieber.

20.07.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Spuhler, der zuvor kommissarischer Schauspieldirektor am Volkstheater Rostock war und sein Amt in Tübingen am 1. August 2002 antrat, sei es mit seiner Arbeit gelungen, die Besucher- und Vorstellungszahlen weiter zu steigern. An 289 Spieltagen in der vergangenen Spielzeit wurden 147.000 Besucher und 943 Veranstaltungen gezählt. "Mit den Jubiläen 25 Jahre LTT im eigenen Haus, 20 Jahre Kinder- und Jugendtheater sowie 15 Jahre Theatersport hat sich in der zu Ende gehenden Spielzeit ein Höhepunkt an den anderen gereiht." Anlässe, die Kunststaatssekretär Sieber zufolge unter Spuhlers Ägide besonders gewürdigt und begangen wurden.

Dem früheren Leiter des künstlerischen Betriebsbüros Hajo Erxleben, der inzwischen in gleicher Funktion am Landestheater Salzburg tätig ist, wurde die Ehrenmitgliedschaft des Landestheaters Tübingen verliehen. Dieser Entscheidung liegt der entsprechende Beschluss des Verwaltungsrats des Landestheaters zugrunde, dessen Vorsitzender Kunstminister Prof. Peter Frankenberg ist. Ausschlaggebend für diese Auszeichnung sei, wie Staatssekretär Sieber ausführte, Erxlebens unermüdliches Engagement für die Belange des LTT. Seinem Einsatz sei es zu verdanken, dass die Zahl der auswärtigen Vorstellungen kontinuierlich ausgebaut und auf das heutige Niveau gebracht werden konnte. "Dabei entsprang Ihr Einsatz einem Verständnis von Theaterarbeit als kollektiver Arbeit, in der jeder Einzelne, ungeachtet seiner Position, wichtig und unentbehrlich ist." Damit habe er Werte und Haltungen vertreten, die für viele zum Vorbild wurden, führte Sieber aus.


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