Philologen-Verband NW: Gute und befriedigende Leistungsergebnisse deutscher Schüler bei PISA 2006

Erfreut und erleichtert zeigt sich der nordrhein-westfälische Philologen-Ver-band über die Leistungsergebnisse bei der Studie PISA 2006. Im Unter-suchungsschwerpunkt "Naturwissenschaften" liegt Deutschland signifikant über dem OECD-Durchschnitt.

04.12.2007 Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)

Während bei der Lesekompetenz im Jahr 2000 Deutschland deutlich unter dem OECD-Durchschnitt lag, 2003 noch geringfügig darunter, so liegen die Leistungen 2006 leicht über dem OECD-Durchschnitt, ohne dass eine signifikante Verschiedenheit vom Durchschnittswert festgemacht werden kann. Dieser Trend zeigt sich auch bei Mathematik. Hier lag Deutschland im Jahr 2003 leicht über dem OECD-Durchschnitt, 2006 aber bereits im oberen Bereich des OECD-Durchschnitts.

In Naturwissenschaften belegt Deutschland Rang 13 von 57, bei Lesekompe-tenz 18 (57), in Mathematik 20 (57).

Die Ergebnisse dokumentieren, dass sich Deutschland in allen Kompetenz-bereichen verbessert hat, wobei man im Kompetenzbereich "Naturwissen-schaften" von einem deutlichen Sprung nach vorne sprechen kann.

"Die guten und befriedigenden Ergebnisse geben keinen Grund zur Selbstzu-friedenheit. Sie sind Anlass, den eingeschlagenen Weg u.a. der Setzung von Qualitätsstandards, frühkindlicher Förderung, individueller Unterstützung und vor allem aber der Migrantenförderung konsequent weiterzugehen", rät Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes.

Zweifellos ist die hohe Kopplung von sozioökonomischem Hintergrund und Nutzung von Bildungschancen ein weiterhin bestehendes Ärgernis. Diese Kopplung ist kein deutschlandspezifisches Problem. Sie stellt eine gesamt-gesellschaftliche Herausforderung dar. So lassen sich über möglichst frühe Sprachfördermaßnahmen die Bildungschancen für alle erhöhen. Gleicher-maßen gilt es, Bildungsbewusstsein und Bildungsehrgeiz verstärkt zu wecken und zu unterstützen. Der Beitrag der Schule liegt darin, allen Schülerinnen und Schülern über individuelle Fördermaßnahmen entsprechende Bildungspers-pektiven offen zu halten.

Der Philologen-Verband sieht in PISA 2006 die Strukturideologen blamiert. Entscheidend ist die Qualität des Unterrichts.

Zu den uns immer wieder vorgehaltenen "besseren" skandinavischen Ländern sei angemerkt, dass im Bereich der Naturwissenschaften Schweden, Dänemark und Norwegen deutlich hinter Deutschland rangieren. Bei der Lesekompetenz sind es Dänemark und Norwegen, bei der Mathematik Schweden und Norwegen.


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