Politik und Wirtschaft vereinbaren stärkere Zusammenarbeit zur Standortsicherung
Auf der jährlichen Beiratssitzung der Initiative D21 haben heute in Berlin Bundeskanzler Gerhard Schröder und hochrangige Vertreter der deutschen Wirtschaft eine Fortsetzung der intensiven Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft vereinbart. Hiervon sollen gezielte neue Impulse zur weiteren Verbreitung der Informations- und Kommunikationstechnologien ausgehen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu erhöhen und die Teilhabe aller am Internet und an den neuen Medien zu sichern.
08.06.2005 Pressemeldung Initiative D21 e. V."Damit die Bundesrepublik ihre Positionierung in der globalen Informationsgesellschaft weiter ausbaut, müssen Politik und Wirtschaft auch künftig an einem Strang ziehen. Alleingänge helfen dem Land nicht weiter", sagte Thomas Ganswindt, Vorstandsvorsitzender der Initiative D21 und Mitglied im Zentralvorstand der Siemens AG. "Vor allem in den Bereichen, in denen wir international noch nicht Spitze sind, wollen wir gemeinsam weiter vorankommen", so Ganswindt. Beispielsweise gehört Deutschland bei der Verbreitung von leistungsfähigen Internet-Breitbandanschlüssen - trotz Fortschritten im DSL-Bereich - international noch nicht zur Spitzengruppe.
Dass ein strategischer Ansatz auch auf EU-Ebene im Zentrum der Politik für die Informationsgesellschaft steht, verdeutlichte die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. Sie stellte bei dem Treffen den kürzlich von der Kommission beschlossenen EU-Aktionsplan "i2010 - eine Europäische Informationsgesellschaft für Wachstum und Beschäftigung" vor. Dieser Plan verfolgt drei Ziele:
- Höhere Verfügbarkeit von hochwertigen Internet-Inhalten und Anwendungen über sichere und schnelle Netze.
- Forschungsförderung in der Informations- und Telekommunikationsindustrie für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Sicherung von Arbeitsplätzen. Laut Reding sind Public Private Partnerships wie die Initiative D21 hierfür ein hilfreiches Instrument.
- Stärkerer Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im öffentlichen Dienst und Gesundheitswesen, um Vertrauen und Akzeptanz der Technologien zu erhöhen und um mehr Lebensqualität für Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.
Positiv bewerteten die Teilnehmenden der Beiratssitzung den bisherigen Kurs der Initiative D21. Bei ihrem Ziel, die Informationsgesellschaft zur Stärkung des Standorts Deutschland zu fördern, hat D21 als größte europäische Public Private Partnership erneut erkennbare Fortschritte gemacht. Dies geschieht etwa durch gemeinnützige und breitenwirksame Projekte wie den "Girls' Day", das Programm "Mittendrin im Leben - Ganz einfach Internet" für die Zielgruppe 50plus, ein Mitarbeiter-PC-Programm, Hochschul-Wettbewerbe wie "Get the Best - Mehr Frauen in die Forschung", die Akzeptanzförderung der elektronischen Gesundheitskarte, den Sperr-Notruf 116 116 zum Sperren von Karten und Medien verschiedener Art oder durch die jährliche Bestandsaufnahme des Internet-Nutzungsverhaltens - den "(N)ONLINER Atlas".
Keine Kommentare vorhanden