Presseerklärung zur nochmaligen Vorlage des Kompromissvorschlags der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hat am 30.08.2004 in Berlin nochmals ihren seit über einem Jahr bekannten Vorschlag zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung vorgelegt und die umgehende Berufung eines Rats gefordert.

30.08.2004 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

Vertreter der Kultusministerkonferenz hatten im Frühjahr des Jahres 2004 mit Vertretern der Akademie Gespräche u.a. über diesen Kompromissvorschlag geführt. Die Gespräche hatten gezeigt, dass die Vertreter der Akademie und der Zwischenstaatlichen Kommission sich in Teilen der Diagnose der Sprach- und Orthografieentwicklung einig sind. Sie haben aber auch gezeigt, dass hinsichtlich des Verständnisses von Genese und Struktur orthografischer Normen derzeit nicht überwindbare Gegensätze bestehen. Gleichwohl haben die Gespräche noch einmal zu Umformulierungen im Kapitel "Getrennt- und Zusammenschreibung" des von der Kultusministerkonferenz beschlossenen Regelwerks geführt, die die Kritik von Mitgliedern der Akademie berücksichtigen. Die Kultusministerkonferenz hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass sie die Einsetzung eines Rats für deutsche Rechtschreibung anstrebt, in dem auch Kritiker des derzeitigen Regelwerks mitarbeiten sollen. Der Rat soll die wichtigsten wissenschaftlich und praktisch an der Sprachentwicklung beteiligten Gruppen repräsentieren. Die Kultusministerkonferenz wird der Öffentlichkeit noch im September einen entsprechenden Vorschlag vorlegen.


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