Qualitätssiegel "Berufswahlfreundliche Schule" wird an 24 Schulen in Thüringen vergeben

"Ausbildungsfähigkeit ist das Ziel, Berufswahlvorbereitung der Weg", so umreißt Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) die Strategie des Ministeriums bei der Vorbereitung der Schüler auf das spätere Berufsleben. "Die im letzten Schuljahr begonnene flächendeckende Einführung des Berufswahlpasses wird fortgeführt und das Projekt Berufsstart ausgebaut. Darüber hinaus wird an besonders vorbildliche Schulen Qualitätssiegel 'Berufswahlfreundlichen Schule' vergeben, das am 18. Januar 2006 an 24 Schulen überreicht werden kann. Dieses Qualitätssiegel ist einmalig in Deutschland."

02.12.2005 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Wir müssen unsere Schüler fit für den Berufsstart machen, so Minister Goebel weiter. Dabei setzen wir auf den Dreiklang von Berufswahlpass, Berufsstart und Qualitätssiegel. Eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena aus dem Jahr 2002 belege, dass 'die Jugendlichen in hohem Maße die Erwartungen der Wirtschaft erfüllen'. Das bestärke das Kultusministerium, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und in den Bemühungen nicht nachzulassen.

Ab dem letzten Schuljahr wurde allen Schülern der Klassenstufe 7 der Regelschulen, der Gymnasien und der Förderzentren ein Berufswahlpass zur Verfügung gestellt. Mit dem Berufswahlpass wird im Unterricht gearbeitet. Schüler sammeln zudem erworbene Zertifikate und Nachweise. Der Pass soll auch Eltern anregen, mit ihren Kindern über dieses Thema zu sprechen. Der Berufswahlpass begleitet die Schüler bis zum Abschluss der Schule. "Dieses Projekt wird auch in Zukunft fortgesetzt", so Minister Goebel.

Auf die Ausschreibung für das Qualitätssiegel "Berufswahlfreundlichen Schule" hatten sich im Frühjahr diesen Jahres 99 Schulen aus ganz Thüringen beworben, darunter 19 Förderschulen, 69 Regelschulen und 11 Gymnasien. Das Qualitätssiegel erhalten Schulen, in denen die Berufswahlvorbereitung untrennbarer Bestandteil des Schulkonzeptes, des Unterrichts und der schulischen Aktivitäten ist. Sie tragen die nächsten drei Jahre dieses Siegel und können sich anschließend rezertifizieren lassen.

Das Qualitätssiegel wurde von einem Arbeitskreis im Rahmen der "Initiative für Beschäftigung! Netzwerk Thüringen" entwickelt. Darin arbeiten Vertreterinnen und Vertreter des Thüringer Kultusministeriums, von Unternehmen, der Thüringer Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern, der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULE-WIRTSCHAFT Thüringen, von Bildungsträgern sowie Schulen mit.

Darüber hinaus wird das Projekt "Berufsstart" weiter fortgeführt und ausgebaut. Das im Schuljahr 2003/2004 begonnene Projekt ermöglicht es Schülern, sich in Ausbildungsbetrieben über verschiedene Berufsfelder zu informieren und sich in Betriebspraktika selbst zu erproben. "Dieses Projekt stößt in den Schulen auf eine große Resonanz. Bisher beteiligen sich daran 24 Schulen mit ca. 2.400 Schülern. In der Zukunft wollen wir auch dieses Projekt in Zusammenarbeit mit den Kammern ausweiten. Komplettiert wird das Konzept nun durch das Qualitätssiegel 'Berufswahlfreundlichen Schule'", so Minister Goebel.

Folgende Thüringer Schulen erhalten das Qualitätssiegel "Berufswahlfreundliche Schule":

Regelschulen:

Aschara
"An der Nesse" Molschleben
"Conrad Ekhof" Gotha
"Leinatalschule" Catterfeld
Georgenthal
Wutha-Farnroda
"Debschwitzerschule" Gera
"Johann Wolfgang von Goethe" Schalkau
Veilsdorf
"ImPULS-Schule" Schmiedefeld
"Wilhelm Hey" Ichtershausen
Kaulsdorf
"Geschwister Scholl" Ilmenau
Treben
"Anna Sophia" Kranichfeld
"Petersbergschule" Nordhausen
Ellrich
Niedersachswerfen
"Willy Brandt" Erfurt

Förderschulen:

Bad Frankenhausen/Roßleben
Schmölln
"Herderschule" Weimar
"Hans Bürger" Blankenhain

Gymnasium:

"Heinrich Böll" Saalfeld


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