Rettung für drei Kirchen in der Uckermark
Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hat am Donnerstag an drei Kirchgemeinden in der Uckermark Fördermittelbescheide für die Sanierung der Kirchen übergeben.
13.07.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg"Für viele Gemeinden ist die Erhaltung ihrer Dorfkirche zu einem wichtigen identitätsstiftenden Anliegen geworden. Es ist beeindruckend, welch unterschiedliche Partner mancherorts zusammenarbeiten, um die Kirche im Dorf zu retten. Ich freue mich, dass das Land Brandenburg heute wieder drei dieser Bauvorhaben unterstützen kann", so die Ministerin.
Die Sanierung der Dorfkirchen in Fergitz, Milmersdorf und Boitzenburg erfolgt aus Mitteln des Evangelischen Kirchenstaatsvertrages. Für die Substanzerhaltung von Kirchengebäuden stehen jährlich 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. In diesem Jahr können daraus 28 Kirchensanierungen gefördert werden. Brandenburg besitzt mehr als 1.500 oftmals sanierungsbedürftige Kirchen.
Kirche Fergitz - Die Dorfkirche Fergitz (14. Jh.) ist ein spätgotischer Backsteinbau mit einem Sockel aus Feldsteinmauerwerk. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde auf die gesamte Kirchenschiffbreite der Westturm angebaut. Zur Ausstattung der Kirche gehört ein Kanzelaltar mit Figuren eines Altaraufsatzes um 1600. In der Kirche soll der Dachstuhl, die Dachhaut des Kirchenschiffes und das Traufgesims instandgesetzt werden. Die Kirchgemeinde erhält dafür 37.500 Euro.
Kirche Milmersdorf - Die Kirche im Milmersdorf ist ein neugotischer Backsteinbau vom 1885/86 mit Satteldach und Westturm. Für die Instandsetzung des Glockenturms des Dachtragwerkes und die Dacheindeckung erhält die Gemeinde 50.000 Euro.
Kirche "St. Marien auf dem Berge" Boitzenburg - Die auf einer Anhöhe stehende Kirche ist ein rechteckiger Feldsteinbau aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Chorschluss, Fenster, Dachstuhl und viergeschossiges Glockenturm stammen aus dem 18. Jahrhundert. In der Fassade des Kirchenschiffs befinden sich barocke Fensteröffnungen, die aus der Umbauphase des 18. Jahrhunderts stammen. Die Restaurierung der Kirche in Boitzenburg ist ein anspruchsvolles Vorhaben, das sich über mehrere Jahre hinzieht. Der jetzige Bauabschnitt widmet sich der Instandsetzung des Dachstuhls und der Dachhaut des Kirchenschiffs. Neben 40.000 Euro Landesmitteln fließen auch Fördermittel des Landkreises, der Gemeinde Boitzenburg und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in das Projekt.
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