Saarländisches Bildungsministerium entwickelt Struktur- und Qualitätskonzept "Grundschulen der Zukunft"

"Das saarländische Bildungsministerium entwickelt derzeit ein Strukturkonzept "Grundschulen der Zukunft", das der dramatischen demographischen Entwicklung Rechnung trägt", bestätigte Bildungsminister Jürgen Schreier.

05.11.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

"Von 1997 bis zum Jahr 2010 wird es im Saarland über ein Drittel weniger Schulanfänger geben. Dies erzwingt Anpassungen der Schulstrukturen im Grundschulbereich. Wir werden Einschnitte vorzunehmen müssen, aber andererseits die Qualität verbessern und die Zahl der Schulstunden sogar erhöhen", führte der Minister aus. "Die Schulen werden künftig für alle besser sein, aber für manche ein bisschen weiter weg." Von den 270 Grundschulen im Saarland seien 126 Schulen kleiner als zweizügig. Dennoch bedeute die künftige Neuordnung nicht zwangsläufig, dass alle diese Schulen wegfielen.

"Die saarländischen Städte und Gemeinden und alle saarländischen Grundschulen werden in diesen Tagen vom Ministerium über die weitere Vorgehensweise informiert", betonte Minister Schreier. Danach werde jede Grundschule besucht und man werde gemeinsam mit den Vertretern der Schule und der Gemeinden vor Ort eine Bestandsaufnahme durchführen.

Auf dieser Grundlage werde bis Weihnachten im Ministerium eine Planstudie erarbeitet, mit der man dann erneut in einen Dialog mit den Städten und Gemeinden trete, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Dabei werde immer nach der Maxime gehandelt, die Schulwege nicht zu lang und die Klassen nicht zu groß werden zu lassen, erklärte Jürgen Schreier. Bis Ostern wolle man, so der Minister, das Strukturkonzept soweit abgeschlossen haben, so dass für Schüler, Lehrer und Eltern Planungssicherheit für das kommende Schuljahr bestehe. Notwendige gesetzliche Änderungen, wie z. B. im Schulordnungsgesetz, werden - so Schreier - rechtzeitig auf den Weg gebracht.


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