Sanierung des Landesmuseums für Technik und Arbeit

Das Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim (LTA) soll in den kommenden Jahren mit einem Kostenaufwand von insgesamt rund 11,2 Mio. Euro einer dringend notwendigen baulichen Sanierung unterzogen werden. Dies hat der Ministerrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, wie Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 28. Juli in Stuttgart mitteilte.

28.07.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Für die reine Sanierung des LTA sind rund 8 Mio. Euro vorgesehen, für die bauliche Umgestaltung des Gebäudes rund 3,2 Mio. Euro. Die beiden Träger der Stiftung, das Land und die Stadt Mannheim, haben sich grundsätzlich darauf geeinigt, die hierzu erforderlichen finanziellen Voraussetzungen zu schaffen. Von den gesamten Sanierungskosten in Höhe von 11,2 Mio. ? trägt das Land zwei Drittel, also rund 7,4 Mio. Euro.

Hierzu hat das Kabinett beschlossen, dass das Land

  • seinen Zwei-Drittel-Anteil am jährlichen Zuschuss in Höhe von 8,15 Mio. Euro nicht kürzt, sondern im Rahmen der mittelfristigen Finanzplanung fortschreibt;

 

  • der Gebäudesanierung und den Baumaßnahmen zur Umsetzung des neuen Museumskonzepts zustimmt. Danach hat die Stiftung Landesmuseum für Technik und Arbeit die Kosten für die Bauaufwendungen in Höhe von 11,245 Mio. Euro zu tragen. Das Land ist bereit, die in den Jahren 2007 bis 2012 entstehende Liquiditätslücke des LTA in Höhe von rund 5,8 Mio. Euro gemeinsam mit der Stadt Mannheim vorzufinanzieren, und zwar wiederum mit einem Anteil von zwei Dritteln, wobei sich die Stadt Mannheim entsprechend ihrem Anteil beteiligen wird.

"Mit der neuen Konzeption und den baulichen Veränderungen ist das LTA für die Zukunft gut aufgestellt. Ich freue mich, dass es gelungen ist, auf der Grundlage der neuen Museumskonzeption die Finanzierung der Maßnahmen durch das Land zu bewerkstelligen; die Stadt Mannheim wird sicher rasch nachziehen", kommentierte Minister Frankenberg die Entscheidung des Ministerrates.

Die neue Konzeption für das LTA sieht vor, dass das Museum künftig mit deutlich weniger Personal auskommen muss. Da die vorgesehenen Maßnahmen grundsätzlich aus dem laufenden Stiftungshaushalt bestritten werden sollen, ist geplant, den derzeitigen Personalbestand von rd. 100 Stellen auf etwa 70 Stellen zu reduzieren. Damit soll der finanzielle Spielraum sowohl für das Sanierungskonzept als auch für einen attraktiven Ausstellungsbetrieb mit einer stärkeren Besucherorientierung geschaffen werden. Die Dauerausstellung soll künftig inhaltlich und zeitlich flexibler gestaltet werden; gleichzeitig sollen Ausstellungsflächen des Museums so verändert werden, dass regelmäßig interessante Sonderausstellungen ermöglicht werden.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden