"Schülerzeitungen wichtiges Element demokratischer Schulkultur"

Jubel bei 22 Schülerzeitungen: Ihre Redaktionen gehören zu den Preisträgern des Schülerzeitungswettbewerbs der Kultusministerkonferenz (KMK) unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Bundespräsident Johannes Rau und KMK-Präsidentin Doris Ahnen überreichten den Siegern am 27. April im Berliner Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, Urkunden und Preise.

27.04.2004 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

Der bundesweite Schülerzeitungswettbewerb, der in diesem Jahr erstmals ausgetragen wurde, prämiert herausragende Leistungen von Schülerzeitungsredaktionen und fördert so die Schüler- und Jugendpresse als ein wesentliches Element demokratischer Schulkultur. Teilnehmen konnten Schülerzeitungsredaktionen aller Schularten in der Bundesrepublik Deutschland über eine vorausgegangene Auswahl auf Landesebene. Von den mehr als 1.500 Schülerzeitungen aus ganz Deutschland, die am Wettbewerb teilnahmen, kamen 117 Schülerzeitungen ins Finale. "Diese hohe Zahl an teilnehmenden Redaktionen ist ein Zeichen, dass die Schülerzeitung ein wichtiges Sprachrohr für Schülerinnen und Schüler ist", freute sich Doris Ahnen, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz.

Insgesamt 22 Schülerzeitungen wurden durch eine Bundesjury für ihr Engagement ausgezeichnet. Erste bis dritte Preise gab es in den Bereichen Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen/Gesamtschulen ohne Sek. II, Gymnasien/Gesamtschulen mit Sek. II, Berufsbildende Schulen, sowie Sonder-/Förderschulen zu gewinnen. Sonderpreise wurden vergeben durch die Firma Henkel und den Bundesverband der Unfallkassen.

Neben Kriterien wie Sprache, Stil, Argumentationsniveau, Strukturierung und Layout standen inhaltliche Bewertungsaspekte beim Auswahlverfahren des Wettbewerbs im Vordergrund. Mitverantwortung und Mitgestaltung bei der Darstellung des Schullebens waren dabei genauso wichtig wie die Anteilnahme der Schülerzeitungen am Geschehen in der Region, im Land und in der Welt. Daneben beurteilte die Jury, die aus Vertreterinnen und Vertretern der Kultusministerien und der Jugendpresse Deutschland besteht, inwieweit die Redaktionen auf Interessen und Probleme der Schülerschaft eingehen und die Themen altersadäquat präsentieren.

Doris Ahnen betonte, dass es der Jury keineswegs vorrangig um journalistische oder gestalterische Perfektion gegangen sei. "Es wurde vielmehr die altersgerechte Interessenwahrnehmung und verantwortungsvolle Beteiligung der Mitschüler und Mitschülerinnen am Schulleben bewertet", sagte Ahnen. Sie hob zudem die Bedeutung von Schülerzeitungen für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen hervor: "Schülerzeitungen sind nicht nur Talentforen, sondern auch ein wichtiges Element demokratischer Schulkultur."

Die komplette Liste der Preisträger sowie weitere Infos im Internet: www.schuelerzeitung.de


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