Schülerzuwachs an Fachoberschulen und Berufsoberschulen setzt sich fort

"Angesichts der angespannten Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarktsituation streben die jungen Menschen heute zunehmend eine qualifizierte schulische Ausbildung an. So ist allein im Bereich der Fachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) gegenüber der Schülerprognose ein Zuwachs von mehr als 2.200 Schülerinnen und Schülern zu verzeichnen", berichtete Kultusminister Siegfried Schneider am Dienstag im Kabinett.

29.06.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Damit steigen die Schülerzahlen an Fach- und Berufsoberschulen kontinuierlich weiter an. Bereits zum laufenden Schuljahr hatten sich an Fachoberschulen 9,6 Prozent mehr Jugendliche angemeldet als im Vorjahr, an den Berufsoberschulen waren es 5,6 Prozent mehr. Zum Schuljahr 2005/2006 beläuft sich der Zuwachs an staatlichen Fachoberschulen auf nochmals 12,5 Prozent, an Berufsoberschulen auf 10,2 Prozent.

Zur Sicherung des Unterrichts für diese Schülerinnen und Schüler ist ein Mehrbedarf von 65 Stellen erforderlich. Durch interne organisatorische Maßnahmen können 15 Stellenäquivalente erwirtschaftet werden. Außerdem haben sich das Kultusministerium und das Finanzministerium nun im Rahmen der Verhandlungen zum Nachtragshaushalt auf die Finanzierung von 50 zusätzlichen Stellenäquivalenten geeinigt. "Ich danke dem Finanzministerium für diesen Kraftakt. Damit können wir die Unterrichtsversorgung an den Staatlichen Fachoberschulen und Berufsoberschulen auch für das Schuljahr 2005/2006 sicherstellen", so Schneider.

Der große Zulauf an Fachoberschulen und Berufsoberschulen zeige auch, so der Minister, dass das bayerische Schulsystem inzwischen eine nie da gewesene Durchlässigkeit aufweise. "Damit unterstützen wir das veränderte Bildungsverhalten. Heute kann man in Bayern von der Hauptschule bis zum Abitur gehen. Es gibt an Bayerns Schulen keinen Abschluss ohne weiterführenden Anschluss", betonte Schneider.


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