Stratmann: "Braunschweig hat in jedem Falle gewonnen"

Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann hat sich optimistisch zur Platzierung Braunschweigs im Vorentscheid um den Titel Kulturhauptstadt 2010 geäußert. "Von der Bewerbung profitieren die Region Braunschweig und das Land Niedersachsen in jedem Fall," sagte Stratmann im Anschluss an die Bekanntgabe in Berlin, "denn in diesem Falle ist der Weg ist das eigentliche Ziel." Eine Jury hatte ihre Bewertung am (heutigen) Donnerstag im Jüdischen Museum bekannt gegeben und dabei auch das Konzept der Region Braunschweig "als besonders anspruchsvoll" gewürdigt. Eine Empfehlung wurde für die Bewerber Essen und Görlitz ausgesprochen.

11.03.2005 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

"Braunschweig hat bewiesen, dass die Region zu den herausragenden Kulturregionen Europas gehört", so der Kulturminister. "Unsere Bewerbung lebt vor allem auch als Bürgerbewegung weiter." Die vielen damit verbundenen Ankerprojekte wirkten unabhängig von der Jury-Entscheidung identitätsstiftend. Auch die Landesregierung hatte mit großem Engagement und zahlreichen Veranstaltungen für Braunschweig geworben. Zudem war in allen Gebäuden und auf der gesamten Korrespondenz der Landesverwaltung in den vergangenen Monaten mit einem Löwen-Logo in Orange auf die braunschweigische Bewerbung hingewiesen worden.

"Die endgültige Entscheidung, welcher Bewerber der Europäischen Union als Kulturhauptstadt des Jahres 2010 vorschlagen wird, fällt der Bundesrat", so Stratmann. Er bedankte sich bei den vielen hochmotivierten Mitstreitern für die Region Braunschweig und lobte das ausgezeichnete Bewerbungskonzept und die große Kraftanstrengung aller beteiligten Bürger. "Allein durch die Bewerbung wird sowohl die Region als auch Niedersachsen insgesamt durch nachhaltige Ankerprojekte enorm profitieren." Für die Identität der historisch gewachsenen Region sei die Bewerbung ein Motor für gemeinsame Projekte, so Stratmann. Diesen Elan gelte es nun in Braunschweig und ganz Niedersachsen zu bewahren.

Eine Jury hatte die Bewerber Essen und Görlitz aus einem Kreis von zehn Bewerberstädten dem Bundesrat vorgeschlagen. Zur Jury gehören die Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Isabel Pfeiffer-Poensgen, sowie Waltraud Luschny, Gyorgy Konrád, Prof. Dr. Adolf Muschg, Prof. Dr. Wieland Schmied, Prof. Dr. Walter Siebel und Prof. Dr. Werner Durth. Im weiteren Verlauf des Bewerbungsverfahrens ist vorgesehen, dass die abschließende Stellungnahme des Bundesrates im dritten Quartal 2005 dem Auswärtigen Amt zur Weiterreichung an die Kommission der Europäischen Union zugeleitet wird. Der Bundesrat kann von der Empfehlung der Jury abweichen. Die endgültige Entscheidung wird voraussichtlich im Frühjahr 2006 auf europäischer Ebene fallen.


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