Streichung des Weihnachtsgeldes: 20000 Lehrkräfte protestieren auf Personalversammlungen

Der Protest gegen die Streichung des Weihnachtsgeldes für Lehrerinnen und Lehrer dauert an. Auf Personalversammlungen in den Schulen haben gut 20000 Lehrerinnen und Lehrer ihrem Unmut gegen die Politik der Landesregierung Luft gemacht. An rund 780 der etwas mehr als 1000 Schulen in Schleswig-Holstein verabschiedeten sie eine Protestresolution. Der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn und Helmut Siegmon, Vorsitzender des Philologenverbandes als Vertreter der Lehrerverbände, überreichten Landtagspräsident Martin Kayenburg die Protestresolutionen am Dienstag, den 12.12.06.

12.12.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

„Das ist ein eindeutiges Misstrauensvotum gegen die fortgesetzte Politik zu Lasten der Lehrkräfte. Wer unser Bildungssystem zukunftsfähig machen will, darf nicht ständig die Motivation der Lehrerinnen und Lehrer durch Arbeitszeitverlängerungen und Besoldungskürzungen in den Keller treiben. Wir fordern daher die Abgeordneten des Landtages auf, das Weihnachtsgeld nicht zu streichen“, sagte Matthias Heidn bei der Übergabe der Protestresolutionen. Der Landtag könne auf seiner Sitzung am Donnerstag ein Zeichen dafür setzen, dass er nicht nur der verlängerte Arm der Großen Koalition sei, sondern in der Tat aus unabhängigen Abgeordneten bestehe. Eine Politik nach dem Motto „Diät für die Beschäftigten und höhere Diäten für die Abgeordneten“ werde nur weiterer Politikverdrossenheit Vorschub leisten.

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