Streiks in Baden-Württemberg

Bei der Urabstimmung der GEW Baden-Württemberg stimmten alle GEW-Mitglieder für Streik. In 28 Kindertageseinrichtungen wurden die Beschäftigten befragt. Streikmaßnahmen sind gemeinsam mit ver.di in der nächsten Woche geplant.

03.02.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Auch die meisten Eltern unterstützen die Aktionen. Gute Bildung ist nur mit guten Arbeitsbedingungen möglich. Die Arbeitsbelastung der Beschäf­tigten in Kindertageseinrichtungen, Schulen und anderen Bildungsein­richtungen ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Weitere Ver­schlechterungen werden wir auch im Interesse der Kinder und Jugend­lichen nicht akzeptieren. In langen Ver­handlungen hat die GEW versucht, einen Kompromiss zu finden. Wegen der harten Haltung der Arbeitgeber ist dies jedoch nicht möglich gewe­sen", sagte am Freitag (03.02.) in Stutt­gart Rainer Dahlem, Landes­vor­sitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Auch an Heimsonderschulen und Schulkindergärten in Baden-Württem­berg werden Mitte Februar die Erzieher/innen streiken. In der nächsten Woche werden dort Urabstimmungen stattfinden. Während an den Schu­len des Landes zum Großteil Beamte und nur wenige Angestellte arbeiten, sind an den sechs öffentlichen Heimson­der­schu­len Baden-Württembergs mit Internat ein Großteil der Beschäftigten angestellte Ver­waltungsmitar­beiter/innen, Küchenpersonal, Reinigungs­kräfte, Erzieherinnen und Sozialpäda­gog/innen.

Wie in anderen Bundesländern setzt sich die GEW in Baden-Württemberg mit ihren 41.000 Mitgliedern, von denen zwölf Prozent Angestellte sind, für den Erhalt der Tarifstandards ein. Bei den Kommunen in Baden-Württemberg ist dies der Erhalt der Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden. Für die Lan­desbeschäftigten soll ebenfalls weiterhin die 38,5 Stunden-Woche gelten und der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) übernommen wer­den. Dort blockieren die Länder seit über einem Jahr einen Tarifabschluss.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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