Über 166 000 Euro für die Freiwillige Ganztagsschule an Beckinger Grundschulen

Zwei Bewilligungsbescheide mit einem Gesamtbetrag von 166 110,84 Euro haben Ministerpräsident Peter Müller und Kultusminister Jürgen Schreier heute (25.8.04) der Gemeinde Beckingen für den Ausbau der Freiwilligen Ganztagsschule an den Grundschulen St. Valentin Düppenweiler und Beckingen übergeben. Mit diesem Geld werden jeweils Umbau- und Renovierungsmaßnahmen, eine Küche sowie diverse Ausstattungen für die Bildungs- und Betreuungsangebote am Nachmittag finanziert. Die Grundschule St. Valentin Düppenweiler erhält 108.168,84 Euro, die Grundschule Beckingen 57.942,00 Euro.

25.08.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Damit setzt das Saarland die Verwaltungsvereinbarung um, die der Bund und die Länder letztes Jahr über das Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) getroffen haben. Zuvor hatte die Landesregierung bereits seit dem Schuljahr 2002/03 die Mittel für Personalzuwendungen an die örtlichen Maßnahmeträger auf 1,53 Mio. Euro jährlich erhöht und so den Ansatz der Vorgängerregierung verzehnfacht. Ministerpräsident Peter Müller und Kultusminister Jürgen Schreier: "Das damit eingerichtete Förderprogramm ´Freiwillige Ganztagsschule' hat in nur zwei Jahren einen sehr hohen Ausbaustand erreicht. Diese große Akzeptanz ist die Basis, auf der IZBB jetzt aufsetzt."

Insgesamt verfügen fünf der sechs Beckinger Grundschulen über eine Freiwillige Ganztagsschule. An der Grundschule St. Valentin Düppenweiler werden derzeit zwei Gruppen mit 30 Kindern und an der Grundschule Beckingen zwei Gruppen mit 23 Kindern bis 14.00 Uhr durch die Gemeinde Beckingen betreut. Da die Nachfrage wächst, werden an beiden Schulen Raumangebot und Innenausstattung den Anforderungen der Bildungs- und Betreuungsangebote der Freiwilligen Ganztagsschule angepasst. Damit können künftig an beiden Grundschulen je 40 Kinder in je zwei Gruppen am Nachmittag bis 16.00 Uhr betreut werden.

"Die Freiwillige Ganztagsschule im Saarland ist ein Erfolgsmodell", betonten Ministerpräsident Peter Müller und Kultusminister Jürgen Schreier bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides. So hätten inzwischen 229 von 266 Grundschulen und zehn von 15 Gesamtschulen ein entsprechendes Angebot. Bei den Erweiterten Realschulen und den Gymnasien sei ein Versorgungsgrad von 50 Prozent erreicht. Bezogen auf alle Schulformen gebe es an 111 Standorten ein Angebot bis 16 Uhr, das von mehr als 2.400 Schülern angenommen werde. 2.800 Schüler nutzten die an 173 Schulen eingerichteten Angebote bis 14 Uhr.

Peter Müller und Jürgen Schreier: "Ganz wichtig ist die Wohnortnähe. Einer allein erziehenden Mutter nützt es nämlich nichts, wenn das nächste Ganztagsschulangebot so weit entfernt ist, dass sie ihre Kinder nicht hinbringen kann. Anders als Rheinland-Pfalz setzt das Saarland deshalb auf kurze Wege. Die hervorragende Akzeptanz bestätigt das saarländische Konzept. Die Landesregierung wird daher das Angebot noch weiter ausbauen." Bisher, so der Ministerpräsident und der Kultusminister, habe das Saarland bereits 7,3 Mio. Euro aus dem IZBB-Programm bewilligt. Damit habe man an 58 Standorten die Vorraussetzungen für eine Verbesserung des Bildungs- und Betreuungsangebots am Nachmittag geschaffen.

Für den Kreis Merzig-Wadern ergibt sich folgendes Bild: Eine Freiwillige Ganztagsschule bis 14.00 Uhr ist an 17 Standorten eingerichtet (17 Grundschulen). Sie wird von mehr als 300 Kindern genutzt. Eine Freiwillige Ganztagsschule bis 16.00 Uhr ist an 17 Standorten (10 Grundschulen, 3 Erweiterte Realschulen, 1 Gesamtschule, 2 Gymnasien und 1 Schule für Behinderte) eingerichtet. Auch sie werden von mehr als 300 Schülern besucht.

Der Ministerpräsident und der Kultusminister stellten zudem heraus, dass jeder 16 Uhr-Gruppe drei Lehrerstunden zugewiesen wurden. Damit werde die Brücke zum Vormittagsunterricht geschlagen und die Qualität der Angebote gesichert. Derzeit stünden mehr als 500 Lehrerstunden zur Verfügung. "Für diesen zusätzlichen Personalaufwand investiert das Land fast eine Million Euro pro Jahr. Mit den 1,53 Mio. Euro für Zuwendungen an die Maßnahmenträger fördert das Saarland die Freiwilligen Ganztagsschulen also jährlich mit 2,5 Mio. Euro", so Peter Müller und Jürgen Schreier. Außerdem habe das Land für rund 400 Mitarbeiter der Maßnahmenträger die Arbeitsplätze gesichert.


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