Über 217 000 Euro für die Freiwillige Ganztagsschule an der Grundschule Konfeld/Thailen

Einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 217 884,59 Euro hat Kultusminister Jürgen Schreier heute (27.8.04) der Gemeinde Weiskirchen für den Ausbau der Freiwilligen Ganztagsschule an der Grundschule Konfeld/Thailen übergeben. Mit diesem Geld wird ein "Kleinschulgebäude" mit Aufenthaltsräumen, Küche, Mediothek und Personalraum für die Bildungs- und Betreuungsangebote am Nachmittag finanziert.

27.08.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Damit setzt das Saarland die Verwaltungsvereinbarung um, die der Bund und die Länder letztes Jahr über das Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) getroffen haben. Zuvor hatte die Landesregierung bereits seit dem Schuljahr 2002/03 die Mittel für Personalzuwendungen an die örtlichen Maßnahmeträger auf 1,53 Mio. Euro jährlich erhöht und so den Ansatz der Vorgängerregierung verzehnfacht. Kultusminister Jürgen Schreier: "Das damit eingerichtete Förderprogramm ´Freiwillige Ganztagsschule' hat in nur zwei Jahren einen sehr hohen Ausbaustand erreicht. Diese große Akzeptanz ist die Basis, auf der IZBB jetzt aufsetzt."

An der Grundschule Konfeld/Thailen wird derzeit eine Gruppe mit 13 Kindern bis 14.00 Uhr und eine Gruppe mit acht Kindern bis 16.00 Uhr durch die "Kinder- und Jugendhilfe St. Maria e. V." betreut. Da die bisher für die Nachmittagsbetreuung in der Freiwilligen Ganztagsschule genutzten Räume nicht genug Platz boten, wird durch den Neubau des Gebäudes das Raumangebot und die Innenausstattung den Anforderungen der Bildungs- und Betreuungsangebote der Freiwilligen Ganztagsschule angepasst. Nach der Fertigstellung können zwei Gruppen mit bis zu 40 Kindern bis 16.00 Uhr betreut werden.

"Die Freiwillige Ganztagsschule im Saarland ist ein Erfolgsmodell", betonte Kultusminister Jürgen Schreier bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides. So hätten inzwischen 229 von 266 Grundschulen und zehn von 15 Gesamtschulen ein entsprechendes Angebot. Bei den Erweiterten Realschulen und den Gymnasien sei ein Versorgungsgrad von 50 Prozent erreicht. Bezogen auf alle Schulformen gebe es an 111 Standorten ein Angebot bis 16 Uhr, das von mehr als 2.400 Schülern angenommen werde. 2.800 Schüler nutzten die an 173 Schulen eingerichteten Angebote bis 14 Uhr.

Jürgen Schreier: "Ganz wichtig ist die Wohnortnähe. Einer allein erziehenden Mutter nützt es nämlich nichts, wenn das nächste Ganztagsschulangebot so weit entfernt ist, dass sie ihre Kinder nicht hinbringen kann. Anders als Rheinland-Pfalz setzt das Saarland deshalb auf kurze Wege. Die hervorragende Akzeptanz bestätigt das saarländische Konzept. Die Landesregierung wird daher das Angebot noch weiter ausbauen." Bisher, so der Kultusminister, habe das Saarland bereits 7,54 Mio. Euro aus dem IZBB-Programm bewilligt. Damit habe man an 59 Standorten die Vorraussetzungen für eine Verbesserung des Bildungs- und Betreuungsangebots am Nachmittag geschaffen.

Für den Kreis Merzig-Wadern ergibt sich folgendes Bild: Eine Freiwillige Ganztagsschule bis 14.00 Uhr ist an 17 Standorten eingerichtet (17 Grundschulen). Sie wird von 304 Kindern besucht. Eine Freiwillige Ganztagsschule bis 16.00 Uhr ist an 17 Standorten (10 Grundschulen, 3 Erweiterte Realschulen, 1 Gesamtschule, 2 Gymnasien und 1 Schule für Behinderte) eingerichtet. 308 Schüler nutzen dieses Angebot.

Der Kultusminister stellte zudem heraus, dass jeder 16-Uhr-Gruppe drei Lehrerstunden zugewiesen wurden. Damit werde die Brücke zum Vormittagsunterricht geschlagen und die Qualität der Angebote gesichert. Derzeit stünden mehr als 500 Lehrerstunden zur Verfügung, sagte der Minister. "Für diesen zusätzlichen Personalaufwand investiert das Land fast eine Million Euro pro Jahr. Mit den 1,53 Mio. Euro für Zuwendungen an die Maßnahmenträger fördert das Saarland die Freiwilligen Ganztagsschulen also jährlich mit 2,5 Mio. Euro", so Jürgen Schreier. Außerdem habe das Land für rund 400 Mitarbeiter der Maßnahmenträger die Arbeitsplätze gesichert.


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