Venor Muñoz nach Bremen und Bremerhaven
Die GEW Bremen begrüßt das Vorhaben der UN-Menschenrechtsorganisation, das deutsche Bildungssystem durch einen Sonderberichterstatter untersuchen zu lassen. Allein die Tatsache, dass das Büro des UN-Menschenrechtskommissars Ermittlungen aufnimmt, um in der Bundesrepublik die Umsetzung des "Rechts auf Bildung" zu überprüfen, wirft ein bezeichnendes Licht darauf, wie die bildungspolitische Situation in Deutschland von außen wahrgenommen wird.
10.02.2006 Bremen Pressemeldung GEW BremenDie Tatsache, dass der Bildungserfolg eines Kindes in keinem vergleichbaren Industriestaat so stark von der sozialen Herkunft abhängig ist wie hier, lässt international aufhorchen. Die konkreten Maßnahmen in den einzelnen Bundesländern werden dem Ausmaß dieses Debakels dagegen bei weitem nicht gerecht. Auch das Bundesland Bremen bildet dabei keine Ausnahme. Wohl formulierte Reden und bittere Realitäten klaffen auch in unserem 2-Städte-Staat weit auseinander.
Nach wie vor sind Kinder und Jugendliche
- aus Migrantenfamilien,
- einkommensschwachen Elternhäusern und
- mit Behinderungen
eindeutig benachteiligt.
Die Landesvorstandssprecher Christian Gloede-Noweck und Bernd Winkelmann empfehlen dem Sonderberichterstatter einen Besuch in Bremen und Bremerhaven und haben ihn deswegen auch zu einem Gespräch mit der GEW eingeladen. Armuts- und Migrationsquote sind hier außerordentlich hoch. Entscheidende Verbesserungsmaßnahmen scheitern immer wieder an der Haushaltsnotlage bzw. falschen, weil separierenden Entscheidungen der Großen Koalition. Erinnert sei hier nur an die Schullaufbahnentscheidung schon nach Klasse 4. Gloede-Noweck und Winkelmann sind zuversichtlich, dass durch den Besuch von Munoz´ die Kräfte gestärkt werden, die eine Verbesserung der Chancengleichheit in Wort und Tat anstreben.
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