Wanka und Woidke zur ersten Mitgliederversammlung der AG "Historische Dorfkerne"

Die Arbeitsgemeinschaft "Historische Dorfkerne im Land Brandenburg" hat heute in der Spreewaldgemeinde Burg ihre Arbeit aufgenommen. Begleitet von den beiden Schirmherren der Initiative, Brandenburgs Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) sowie Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke (SPD), gab sich die im vergangenen Jahr ins Leben gerufene, kommunale AG eine Satzung, wählte einen Vorstand und legte ein Arbeitsprogramm für die kommenden Monate fest.

27.02.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Der Arbeitsgemeinschaft "Historische Dorfkerne" gehören bislang elf Gemeinden an.

Eine große Zahl von brandenburgischen Dörfern konnte trotz Kriege, Brandkatastrophen oder verfehlter Siedlungspolitik ihren historischen Kern bewahren. Der Erhalt dieses Kulturerbes ist ein wichtiges Anliegen für ihrer weitere Perspektive.

Die Idee, eine AG "Historische Dorfkerne in Brandenburg" zu gründen, entstand während des brandenburgischen Denkmaltages "Das alte Dorf – Bestand und Erhaltung" im November 2003. Angeknüpft wurde an die Erfahrungen der erfolgreichen AG "Historische Stadtkerne".

In der AG soll es darum gehen, das Bewusstsein der Menschen vor Ort für historische Dorfstrukturen zu wecken, die Einbettung der Dörfer in die Landschaft sichtbar zu machen und das Besondere herauszuarbeiten. Ziel ist es, die zum großen Teil noch erhaltene, historisch gewachsene Dorfstruktur und den individuellen Charakter zu bewahren und weiter zu entwickeln. Ein reger Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit verschiedener Gemeinden in der Arbeitsgemeinschaft soll helfen, die Bedingungen für die Landwirtschaft und das dorftypische Handwerk und Gewerbe sowie den Dienstleistungssektor zu entwickeln und das Gemeinschaftsleben und die Eigeninitiative der Menschen vor Ort anzuregen. Die Arbeitsgemeinschaft soll auch eine Plattform sein, werbewirksam das Interesse an historisch gewachsener Dorfstruktur zu wecken und Partner aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens als Unterstützung zu gewinnen.

Minister Woidke: "Vorhaben wie die Umnutzung vorhandener wertvoller Bausubstanz sowie die behutsame Entwicklung des historischen Ortskernes und Maßnahmen an Gebäuden, die Einkommen im Dorf und Dienstleistungen für die ländliche Bevölkerung sichern, haben absolute Priorität. Statt in Wohnungsneubau auf der Grünen Wiese müssen wir das Interesse in den Ausbau vorhandener alter Bausubstanz in Ortskernen lenken und gezielt unterstützen. Gerade für junge Familien hat Wohneigentum in Dörfern eine hohe Attraktivität."

Kulturministerin Johanna Wanka unterstrich, dass das gemeinsame Handeln aller Dorfbewohner Voraussetzung für den Erfolg der Arbeitsgemeinschaft ist. "Die Bewahrung und Weiterentwicklung unserer historischen Dörfer kann nur funktionieren, wenn alle Einwohner dieses als gemeinsames Anliegen empfinden. Ich wünsche Ihnen, dass die Arbeitsgemeinschaft das Gemeinschaftsleben vor Ort anregt, dass sie als Plattform für den Gedankenaustausch fungiert und dass sie regional und überregional den Blick für das wertvolle historische Erbe unserer Vorväter schärft."


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