"Wer auf Gewinn setzt, muss Ältere als Kunden gewinnen"

"Wenn die Wirtschaft die richtigen Produkte und Dienstleistungen für ältere Menschen anbietet, erschließt sie eine Chance für Wachstum und Beschäftigung. Denn die über 60-Jährigen in Deutschland verfügen über die hohe Kaufkraft von sieben Mrd. Euro monatlich. Mit eine starken Seniorenwirtschaft können wir die Lebensqualität älterer Menschen und die Binnennachfrage gleichermaßen steigern", erklärte der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Peter Ruhenstroth-Bauer, heute bei einem Pressegespräch gemeinsam mit der nordrhein-westfälischen Familienministerin Birgit Fischer und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittleres Ruhrgebiet zu "Potentialen der Seniorenwirtschaft" in Bochum.

04.04.2005 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

"Die Gesellschaft des langen Lebens ist nicht in erster Linie eine Last, sondern ein großer Gewinn für alle. Die Seniorinnen und Senioren von heute sind gesünder, mobiler, qualifizierter und kaufkräftiger als alle vorherigen Generationen", sagte die nordrhein-westfälische Familienministerin Birgit Fischer. Die Chancen dieser Entwicklung hätten viele Unternehmen noch nicht ausreichend erkannt. "Langfristig werden jedoch jene Wirtschaftsregionen einen Vorteil haben, die sich gezielt auf ältere Menschen als Kunden einstellen." Allein zwischen 1999 und 2002 sind durch seniorengerechte Angebote rund 12.300 neue Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen entstanden. Bis zum Jahr 2015 wird in NRW mit bis zu 100.000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet.

Staatssekretär Peter Ruhenstroth-Bauer hob hervor: "Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Bedeutung der Seniorenwirtschaft erkannt und die wichtigen Akteure zusammengebracht. Die Landesinitiative Seniorenwirtschaft hat Vorbildcharakter auch über NRW hinaus. Wir wollen als Bundesregierung mit unserem nächsten Altenbericht herausstellen, welcher Gewinn mit dem demografischen Wandel für ganz Deutschland verbunden ist."

Die Bundesregierung befasst sich intensiv mit den Chancen und Potenzialen, die mit einer älter werdenden Gesellschaft verbunden sind. So steht der 5. Altenbericht, den das Bundesministerium Anfang 2006 vorlegen wird, unter der Thematik "Potenziale des Alters in Wirtschaft und Gesellschaft - Der Beitrag älterer Menschen zum Zusammenhalt der Generationen". Tagungen des Ministeriums beschäftigen sich mit den Themen Wirtschaftskraft Alter, seniorengerechte Produkte und Dienstleistungen und der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Produktivität älterer Menschen. Modellprojekte stärken die Teilhabe Älterer, beispielsweise mit generationsübergreifenden Freiwilligendiensten oder als so genannte seniorTrainerinnen und seniorTrainer.

Weitere Informationen finden Sie hier und unter www.mgsff.nrw.de.


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