Wer Deutsch lernt, bleibt im Ausland nicht sprachlos

Wer Deutsch lernt, bleibt im Ausland nicht sprachlos. Diese Erfahrung machen von Ende Juni bis Anfang September rund 1.000 Schülerinnen und Schüler allgemein bildender Schule aus weltweit 90 Staaten, die sich durch besonders gute Deutschkenntnisse ausgezeichnet haben. Sie wurden für das Internationale Preisträgerprogramm und das Sprachkursprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) der Kultusministerkonferenz ausgewählt und halten sich für zwei bis vier Wochen als Gäste der Bundesregierung in Deutschland auf. Beide Programme bestehen seit über 40 Jahren und ermöglichen Schülerinnen und Schüler von Australien bis Zypern, das Land ihrer Zielsprache zu besuchen. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Auswärtigen Amts. Im Jahr 2005 stehen dafür rund 1,4 Millionen Euro zur Verfügung.

28.06.2005 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

Während ihres Deutschlandbesuchs wohnen die Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien und besuchen mit ihren Gastgeschwistern den deutschen Schulunterricht. In Kleingruppen erhalten sie zusätzlichen Sprachunterricht. Exkursionen nach Bonn, Köln, Berlin und München und die nähere Umgebung des jeweiligen Schulorts runden das Programm ab.

Am vierwöchigen Internationalen Preisträgerprogramm nehmen jährlich rund 500 Schülerinnen und Schüler teil. Sie besuchen dabei in gemischten internationalen Gruppen Deutschland und verwenden Deutsch als "Weltsprache" der Verständigung. Die Schülerinnen und Schüler haben sich durch besonders gute Leistungen im Deutschunterricht, einen Aufsatz oder in Sprachwettbewerben (z.B. Spracholympiade) qualifiziert.

Am Sprachkursprogramm nehmen ebenfalls rund 500 Schülerinnen und Schüler teil. Das zwei- bis vierwöchige Programm wird in nationalen Gruppen mit einer Begleitlehrkraft aus dem Heimatland organisiert. Schwerpunkt im Unterricht sind die deutsche Sprache und Landeskunde. Für die Teilnahme ist eine Eigenleistung an den Reisekosten erforderlich. Der Erfolg dieses Programms hat dazu geführt, dass aus zahlreichen Staaten auch selbst zahlende Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Sie konnten sich in den nationalen Auswahlwettbewerben zwar nicht für ein Stipendium qualifizieren, können aber bei Übernahme der Kosten durch eine entsendende Organisation oder durch ihre Eltern vom gemeinsamen Lernen in Deutschland profitieren. Auf diesem Wege kommen jährlich weitere 300 bis 500 Schülerinnen und Schüler, vorwiegend aus Italien, Frankreich und den USA, nach Deutschland.

Eine Übersicht über alle Schulen in Deutschland, an denen sich bis Anfang September Gruppen aufhalten, und über die zuständigen Ansprechpartner ist auf der Website des PAD unter www.kmk.org/pad/home.htm ("Aktuelles") zugänglich. Für weitere Auskünfte steht auch der PAD gerne zur Verfügung. Kontakt: PAD, Jörg Kretschmer, Tel.: 0228 / 501-108, Fax: 0228 / 501-105, E-Mail: .


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