Wiedereröffnung der sanierten Fürstengruft in der Stadt- und Kathedralkirche St. Jakob in Köthen

Am 8. März 2005 findet um 17.00 Uhr die Wiedereröffnung der sanierten Fürstengruft in der Stadt- und Kathedralkirche St. Jakob zu Köthen durch Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz statt.

07.03.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

In seinem Grußwort wertet der Minister die Wiederherstellung der Begehbarkeit der Fürstengruft als wichtige Zwischenetappe im Sanierungsgeschehen. "Es ist zwar noch ein langer Weg bis zur endgültigen Fertigstellung, aber das sanierte Gewölbe, die Beseitigung von Baufehlern der letzten hundert Jahre, die erfolgte Reinigung der Särge und all die anderen kleinen Schritte stimmen hoffnungsfroh. Die bisherige Resonanz auf die Wiederbegehbarkeit der Gruft gibt uns allen recht. Insbesondere freue ich mich darüber, wie sehr die Gruft jetzt schon Kindern und Jugendlichen Anregungen zur Beschäftigung mit Geschichte gegeben hat", so der Minister weiter. Olbertz dankt allen, die an der Sanierung der Fürstengruft beteiligt waren.

Die Fürstengruft in Köthen gehört ebenso wie die in Bernburg zu den sogenannten "außermusealen Standorten" im Rahmen des kulturtouristischen Vernetzungs-Projektes "Gemeinsam sind wir Anhalt". Vor diesem Hintergrund wurden für die Sicherung und Instandsetzung der Fürstengruft in Köthen durch das Land Sachsen-Anhalt Denkmalpflegemittel in Höhe von 74.000,00 Euro im Haushaltsjahr 2004 zur Verfügung gestellt.

Hintergrundinformationen:

Die Fürstengruft in der Köthener Jakobskirche ist einmalig in Mitteldeutschland und für die anhaltische Geschichte außerordentlich bedeutsam. Sie enthält nahezu vollständige Grablegungen des gesamten Fürstengeschlechts von Anhalt-Köthen über zweieinhalb Jahrhunderte (1624 - 1855). In der Gruft sind 40 Särge aufbewahrt, darunter zehn Kindersärge. Der älteste Sarg, der des Prinzen Ludwig, Sohn des ersten Köthener Fürsten, stammt von 1624. Besonders bedeutende Särge sind die von Fürst Ludwig, dem "Dichterfürsten" (1579 - 1630) und von Fürst Leopold, dem "Bachfürsten" (1694 - 1728).


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